Potemkinsche Dörfer

Der Geraer ist ja mittlerweile gewohnt, dass kleinste Erfolge von der Stadtregierung aufgebauscht und deren Fehler tunlichst verschwiegen werden. Darum hat es umso mehr verwundert, dass die Fertigstellung der neuen Fassade am Dix-Haus nicht in üblicher Weise bejubelt wurde. Besieht man sich das Geburtshaus des großen Untermhäuser Malers genauer, so stellt man verwundert fest, dass wie in einem Potemkinschen Dorf ausschließlich die Frontseite des Hauses zum Mohrenplatz saniert wurde. Die anderen Fenster und Wände harren somit weiter dem ungebremsten Verfall. Diese Peinlichkeit werden die Besucher sicher nicht übersehen, genau so wenig wie die schon biblisch lange dauernde Sanierung in der Orangerie. Selbige wurde übrigens in gut drei Jahren (1729-1732) erbaut. Heutzutage gelingt es nicht mal trotz moderner Technik in gleicher Zeit elementare Arbeiten an Fußboden und Klimatechnik auszuführen. Und so zeigt die selbsternannte Hochschulstadt wieder mal, dass sie nicht in der Lage ist, ihre Kulturgüter zu bewahren und zu präsentieren. Ein neues Marketingkonzept ändert nichts – dazu bedarf es neuer Köpfe.

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Parteien zur Wahl – CDU

Die Partei der Weicheier und Angsthasen wird das Rennen wohl wieder machen. Angela sei Dank. Sie ist und bleibt der einzige Kerl in dieser Truppe. Wenngleich ihr politischer Kurs, sich ständig die Themen der Opposition anzueignen, nicht gerade die feine christliche Art ist.

Sei´s drum. Ich finde es beschämend, dass aus Angst, bei der Chefin in Ungnade zu fallen und vielleicht sogar seine Pfründe zu verlieren, jeder CDU-Mann kritiklos hinter ihr her trabt. Egal ob „Wuffi-Wuff“ Kauder, der sich wie Angelas Schoßhund aufführt, oder der dicke Altmaier.

Programmatisch weiß man auch bei den Christ(?)demokraten nicht so recht, wo die Reise hingehen soll. Natürlich erstmal viel mehr Asylanten. Hat nur nichts mit Christlichkeit zu tun – nein, die Lobbyisten der Großkonzerne haben ganze Arbeit geleistet. Mit jedem Asylant kommt auch ein Konsument ins deutsche Land. Und der braucht irgendwann einen Kühlschrank, ein Radio oder einen stinkenden Diesel von VW. Der deutsche Michel  merkt jedoch nicht, dass die Bilanz von Merkel und Co. ernüchternd ist:

  • noch mehr Auslandseinsätze der Bundeswehr
  • völliges Versagen bei der Terrorabwehr im Inland
  • grundgesetzwidriges Handeln bei der Öffnung der Grenzen
  • Gemauschel mit den Autokonzernen beim Dieselskandal
  • „Ehe für Alle“ als Freibrief für Kinderehen
  • keine Verbesserungen im Bildungssystem
  • keine Abschaffung von ALG II
  • unverändert hohe Kinderarmut in Deutschland
  • Duldung der Zeitarbeit als Form moderner Sklaverei
  • systematische Auflösung des Mittelstandes

Man kann nur hoffen, dass im September nicht mehr viel übrig bleibt, von der (Selbst-)Herrlichkeit der CDU.

Parteien zur Wahl – SPD

August Bebel rotiert bestimmt seit einigen Jahren in seinem Grab, wenn er die Zustände in der ältesten deutschen Partei mitbekommt. Nach Siggi, dem ehemaligen Pop-Beauftragten der SPD, wurde nun „Mr. 100% Schulz“, der Millionär und EU-Apparatschik, auf den Schild gehoben. Und machte damit dem ganzen Land deutlich: Es geht auch ohne Schulabschluss! Nebenbei bemerkt war es ein genialer Schachzug vom dicken Siggi. Er weiß schon jetzt, dass jeder Prozentpunkt über 20 bei der nächsten Wahl eine wahre Gnade ist.

Vorbei die Zeiten, als die SPD über 40% Wähler hinter sich bringen konnte. Machtgeilheit ist eben kein Instrument, um Sympathiewerte zu erringen. Hinzu kommt noch Unglaubwürdigkeit. Etliche Jahre als Juniorpartner in der GROKO und jetzt auf einmal gegen die Merkel stänkern. Das kommt beim Wahlvolk nicht gut an.

Im Osten des Landes ist die SPD nie wirklich angekommen, außer in Brandenburg. Auf kommunaler Ebene hat sie in meiner Heimatstadt viel Schaden angerichtet, die anderen Parteien natürlich auch. Und bisher konnte mir kein SPD-Mitglied plausibel machen, wofür die Partei denn überhaupt steht.

Man kann der alten Dame SPD nur raten: Martin zurück nach Brüssel und ein paar Jahre Besinnungszeit in der Opposition. Dafür reichen auch weniger als 20%.

Parteien zur Wahl – Die Linke

Mir als DDR-Kind sind sie noch gut in Erinnerung – die Parteibonzen. Nein, damit meine ich nicht Jene, die ehrlichen Herzens versuchten, aus diesem kleinen Fleckchen Erde namens DDR das bessere Deutschland zu gestalten. Es waren eher die kleinen und großen Fürsten in den Parteisekretariaten der Schulen, Betriebe, Universitäten und Vereinigungen. Selbige, angetan mit Dederon-Anzug und hässlicher Krawatte, machten uns das Leben schwer. Die Wende verlief für einige glücklich, für andere weniger. Die, die Glück hatten, fanden sich bei der PDS wieder und konnten deren Aufstieg von den Schmuddelkindern des vereinigten Deutschlands zur Regierungspartei auf Landesebene miterleben. Unter ihnen nicht wenige Denunzianten des alten Staatssicherheitssystems. Besieht man sich heute die staatstragenden Minen ehemaliger SED-Genossen, so ist nur sehr wenig Demut zu sehen. Zu fest sitzen die Altkader wieder im Sattel und erdreisten sich, mit erhobenem Zeigefinger wieder Politik machen zu wollen.

Mögen auch Gysi, Bartsch oder Kipping nicht mehr mit den Altstalinisten von vor 1990 zu vergleichen sein, so kann ich doch keine Sympathien für sie empfinden. Zu radikal sind ihre Ansichten, zu tolerant sind sie gegenüber Linksextremismus, wie erst unlängst nach den Krawallen von Hamburg deutlich wurde.

Ganz zu schweigen vom Parteinachwuchs der Linken. Wenn sie nicht gerade demonstrieren oder einige von ihnen auch randalieren, ist nicht viel zu hören vom revolutionären Nachwuchs.

Programmatisch hat die Partei nicht viel zu bieten. Das übliche linke Gesabbel von sozialer Gerechtigkeit, Umverteilung und natürlich Internationalismus. Letzterer definiert sich für sie in unbegrenzter Einwanderung. Damit verbundene Gefahren werden dabei billigend in Kauf genommen. Dass in diesem Zusammenhang die mahnenden Stimmen von Frau Wagenknecht weder von den Apparatschiks noch von großen Teilen der Parteibasis gehört wurden, zeigt deutlich das Demokratieverständnis der Linken. Die Partei, die Partei, die hat immer Recht!

Waren die linken Parteien Westeuropas in der Vergangenheit immer bemüht, einen gesellschaftlichen Gegenentwurf zum herrschenden Kapitalismus zu präsentieren, so ist die deutsche Linke dazu nicht fähig. Ihr Credo lautet: Wir sind gegen alles! Und wenn wir doch mal an die Macht kommen, verbreiten wir erstmal Chaos – Stichwort Gebietsreform in Thüringen!

Ich habe noch eine Rechnung mit den Genossen offen. Damals, zu EOS-Zeiten, wurde mir ein Auslandsstudium von ihnen verwehrt, weil ich Westverwandtschaft hatte. Das werde ich ihnen nicht vergessen.

Es bleibt zu hoffen, dass sich noch mehr Bürger daran erinnern, was die Linke wirklich ist – ein Konglomerat aus Altlasten, Konzeptlosigkeit und Radikalismus.

Parteien zur Wahl – die Grünen

Ich finde es gut, dass es die Grünen gibt. Nicht dass ich sie besonders schätze. Von der Partei eines Gerd Bastian und einer Petra Kelly ist nichts mehr übrig geblieben. Galt früher der Pazifismus als grundsätzlicher Glaubenssatz grüner Politik, überflügeln sich die grünen Protagonisten von heute in ihrer Zustimmung für Auslandseinsätze der Bundeswehr. Angefangen hat es mit Joschka F., vormals Steinesammler, Taxifahrer und Turnschuhliebhaber, der gemeinsam mit seinem Freund Gerhard von der SPD den Kosovo-Einsatz befahl. Nach 44 Jahren waren deutsche Soldaten wieder in Ex-Jugoslawien angekommen – und sind immer noch dort. Der Krieg war zwar völkerrechtlich bedenklich, aber das störte nicht weiter. Derweil wurde 2003 im Inland das Dosenpfand eingeführt. Einer von vielen sinnfreien Erlassen der damaligen rot-grünen Regierung.

Übrigens stimmt der Grünen-Vorstand mit schöner Regelmäßigkeit für die Auslandseinsätze der Bundeswehr. Offenbar ist ihre Verquickung mit dem militärisch-industriellen Komplex stärker, als sie zugeben wollen.

Ich hatte vor Jahren das zweifelhafte Vergnügen, die ehemalige grüne Bundesgesundheitsministerin Andrea Fischer persönlich kennen zu lernen und mit ihr über eine Stunde lang über Gesundheitspolitik zu sprechen. Frau Fischer, die nach ihrer Ministertätigkeit bei verschiedenen Lobbyisten beschäftigt war, ist sicher eine nette Frau, leider versteht sie nichts von Sozial- und Gesundheitspolitik.

Worum kümmerten sich die Grünen nicht alles: Emanzipation, Ernährung, Energie usw. usf. Besser geworden ist nichts. Bei so viel Arbeit vergaßen einige von ihnen, ihre Flugmeilen zu zählen (Özdemir). Andere wiederum befürworteten erst Sex mit Minderjährigen, um dann aufgrund des berechtigten Aufschreis in der Bevölkerung, halbherzig wieder davon Abstand zu nehmen (Cohn-Bendit). Wieder andere nutzten ihre Immunität als Bundestagsabgeordnete zu hemmungslosen Konsum von Rauschgiften aller Art (V. Beck). Ach ja, da ist ja noch die vegane Ernährung. Während auf der Welt täglich Abertausende den Hungertod sterben, führen die Grünen einen Kampf gegen alles Tierische in unserer Nahrung. „Nein diese Sachen ess`ich nicht!“ tönt es von den grünen Gegnern des tierischen Eiweißes. Dabei ahnt doch Jeder, dass die Verbindung aus veganer Ernährung und Rauschgiftkonsum sich negativ auf Denkleistung und Realitätssinn auswirken muss. Beschaut man sich die Äußerungen und das Gehabe einiger der grünen Verantwortungsträger, so ist man geneigt, dem zuzustimmen.

Übrigens habe ich vor Jahren die Grünen hier in Gera mal eingeladen, sich an meiner Aktion „Saubere Elster“, bei der meine Freunde und ich die Weiße Elster auf einer Strecke von 10km von Unrat befreit haben, zu beteiligen. Antwort: keine! Nun ja, wie auch den anderen Parteien sind solche Aktionen den Grünen offenbar zu profan. Da streitet man in dieser Zeit lieber sinnlos im Stadtrat rum.

Mittlerweile zählen Grünen-Wähler zu den einkommensstärksten in Deutschland. Kein Wunder: Veggie-Day und Windradexzesse sind nichts für arme Leute. Und es ist noch kein Ende grüner Wahnideen abzusehen: ungezügelte Einwanderung, Impfzwang, Unisex-Toiletten und Genderwahn. Die Liste ist lang und verheißt nichts Gutes für die Deutschen, sollte es im September für Rot-Rot-Grün reichen.

Kinderarmut wollen sie bekämpfen – laut Wahlplakat! Dabei waren sie doch wesentlich mitverantwortlich für eine weitere Verschärfung dieser durch die unseligen HARTZ-IV-Gesetze. Offenbar hat bei einigen Grünen der Cannabis-Konsum zu einer schweren Form der Vergeßlichkeit geführt.

Wie gesagt – ich finde es gut, dass es die Grünen gibt. Sie sollten sich nur aus der großen Politik raushalten. Es gibt andere lohnenswerte Betätigungsfelder: Krötenwanderung zum Beispiel.

Sommerschlaf

Während in Jena die Kulturarena Rekordeinnahmen verzeichnet oder sich im kleinen Rudolstadt die Elite der Folkszene trifft, herrscht in der selbsternannten Hochschulstadt Gera sommerliche Besinnlichkeit. Das Bild ist jedes Jahr das gleiche: das größte städtische Kulturhaus genehmigt sich paar Wochen Auszeit, die Veoliabühne ist ungenutzt und das Theater steht leer. Da ist die Idee, sich als Kulturhauptstadt zu bewerben schon etwas abenteuerlich. Zweifellos würde dieser Titel mehr zur Außenwirkung der Stadt beitragen, als die peinlichen Bemühungen als „Hochschul-“ oder „Einkaufsstadt“ firmieren zu wollen. Grundsätzlich wäre es auch möglich, vielleicht gemeinsam mit Chemnitz und Zwickau, ein solches Projekt finanziell zu stemmen. Im Hinblick auf strukturelle Voraussetzungen und Ideenreichtum sieht es jedoch eher düster aus. Die Verantwortlichen im Geraer Rathaus haben in den letzten zwanzig Jahren nichts unversucht gelassen, das kulturelle Angebot in der Stadt kräftig auszudünnen (z.B.: Plastik im Park, Alles Theater, Hofgut etc.). Bei anderen Projekten, z.B. die Wismut-Kunst oder die Gunzenhauser-Sammlung nach Gera zu holen, haben sie schlichtweg versagt. Eine solche Grundeinstellung zum Thema Kultur ist mit dem Anspruch, Kulturhauptstadt Europas zu werden, unvereinbar.

Rücktritt!

Wie gewohnt nimmt Gera auch im Juni 2017 wieder den Spitzenplatz in der Thüringer Arbeitslosenstatistik ein. Dabei, hört man die OB sprechen, geht es doch gewaltig vorwärts in der selbsternannten Hochschulstadt. Trotz des neuen Titels ist aber von studentischer Belebung nichts zu spüren. Umso mehr zeigen die baldige Schließung der Galeria Kaufhof oder die Aufgabe vieler Gaststätten wohin die Reise geht mit Gera – nämlich weiter abwärts. Was treibt eigentlich der Fachdienst Wirtschaftsförderung den ganzen Tag? Offenbar wartet man auf die Vorgaben seitens des Stadtrates. Obwohl klar sein dürfte, dass von dort nichts Konstruktives zu erwarten ist. Im Rathaussaal dominieren ideologische Grabenkämpfe. Vernünftige Konzepte für die Zukunft der Stadt stehen nicht auf der Tagesordnung. Von links bis rechts nimmt man seit Jahren die höchste Arbeitslosigkeit und die höchste Kinderarmut aller Thüringer Kommunen in Kauf. Gleichzeitig lässt man sich schamlos vom Freistaat mit Millionenbeträgen aushalten und motzt dennoch gegen eine längst fällige Gebietsreform. Die Geraer Misswirtschaft könnte ja auffliegen, wenn es zum Großkreis käme. Dem wirtschaftlichen folgt der kulturelle Niedergang. Die Dix-Haus-Fenster ließ die Stadt verfaulen, Kultureinrichtungen wurden mittels unerfüllbarer Auflagen kaputt gemacht. Kulturpolitik reduziert sich auf das alljährliche Gelage im Hofwiesenpark und eine lieblos gestaltete Museumsnacht. Unsere Stadtväter und -mütter sollten zurücktreten, bevor sie noch mehr Schaden anrichten.

Viel Lärm und keine Lösung – zum Hofgut

Dank der ausgedehnten Baumfällungen am Osthang des Schlossberges bietet sich dem Betrachter vom Osterstein hinunter zum Hofgut ein tristes Bild. Ein ausgesprochen zweifelhaftes Lärmgutachten hat die Stadt Gera zum Anlass genommen, dem ältesten Kabarett Mitteldeutschlands durch unerfüllbare Auflagen seine Hauptspielstätte zu schließen. Derweil werden Sanierungsarbeiten an gleicher Stelle durchgeführt, deren Ende noch nicht absehbar ist. Frau Fastenau hätte das Hofgut also gar nicht weiter bewirtschaften können. Und trotz der Tatsache, dass seit Februar bekannt ist, dass das Kabarett auszieht, hat man immer noch keine Nachnutzung. Die Gera Kultur GmbH (Bilanzsumme 2014= 3,8 Mio. €), deren Aufgabe sich dem aufmerksamen Bürger nicht vollständig erschließt, ist offenbar nicht in der Lage, eine professionelle Konzeption für das Hofgut zu entwickeln. Und so hat Gera eine Brache mehr! Hochschulstadt? Nein, Brachenstadt!

Fragwürdiger Kahlschlag

Der Landesforst Thüringen und der Revierförster sind in ihrem Bemühen um den Schlossberg in Gera weit über das Ziel hinaus geschossen. Dabei liegen die Fakten klar auf der Hand. Richtig ist, dass weder Stadt noch Land sich in den letzten Jahrzehnten um die Bäume gekümmert haben. Es ist aber schlicht unwahr, dass viele Bäume krank waren, ebenso ist es unwahr, dass durch die rigide Abholzung die Stabilität des Hanges erhöht wird. Durch den fehlenden Baumbewuchs wird der entblößte Hang ausgetrocknet und somit bei zukünftigen Starkregen zu einer unberechenbaren Gefahr, kommen doch mit dem Wasser auch die liegen gebliebenen abgeholzten Stämme talabwärts in Bewegung. Diese liegen zuhauf auf dem Schlossberg und verhindern ein schnelles Nachwachsen anderer Pflanzen. Davon ganz abgesehen wird das Landschaftsbild durch den Einschlag völlig verschandelt. Solche Maßnahmen wie in Untermhaus zeugen von wenig landschaftsgestalterischem Sachverstand und sind auch nicht mit „Nationalem Naturerbe“ zu rechtfertigen. Zukünftig täte der Landesforst gut daran, mit Stadt und Anwohnern das Gespräch zu suchen bevor der große Kahlschlag erfolgt.

Ideenlos

zu Stadtmarketing und S-Bahn-Anschluss

Nachdem Gera sich mit der Beschriftungsaktion „Hochschulstadt“ zum Gespött umliegender Hochschulstädte gemacht hat, fordert die „Liberale Allianz“ in Gestalt von Frau Pudig nun einen S-Bahn-Anschluss nach Leipzig. Dabei ist es ihr offensichtlich entgangen, dass seit Jahren von Gera nahezu im Stundentakt ein Zug in die sächsische Metropole fährt. Trotzdem ist im letzten Vierteljahrhundert nicht wie sicher von Frau Pudig gehofft der rettende Inverstor von dort gekommen. Gera ist mittlerweile weit mehr bekannt aufgrund desaströser Finanzpolitik, der Pleite der Stadtwerke und hoher Kinderarmut als durch Otto Dix, Simsonkarte und das Hofwiesenbadmaskottchen. Die Stadt braucht realitätsbezogene Ideen und keinen S-Bahn-Anschluss.