Die Corona-Gewinner

Trotz selbst für Corona-Fanatiker kaum noch wahrnehmbarer „Inzidenzzahlen“ weigert sich die Politik stur, die widersinnigsten Corona-Maßnahmen, wie Maskenzwang, Testpflicht und Abstandsregelung, endgültig und vollumfänglich aufzuheben. Spätestens jetzt offenbart sich der wahre Charakter der P(l)landemie. Nicht wissenschaftliche Erkenntnisse (z.B. über den nicht vorhandenen Nutzen der Lockdowns) oder gar vernünftige Argumente (Unsinnigkeit von Masken, Unzuverlässigkeit der Tests etc.) werden zur Beurteilung herangezogen, es geht einzig und allein um Machtdemonstrationen der Obrigkeit.

Erinnern wir uns: Was wurde alles versprochen? Es wird nie wieder einen Lockdown geben verkündete Herr Spahn (CDU) im Frühherbst 2020. Wenn der Impfstoff da ist, wird alles wieder gut, oder, wenn die Inzidenzwerte unter 50 sinken solle alles wieder normal werden. Die Tatsachen sehen völlig anders aus, und besonders leiden unsere Kinder darunter. An den Schulen werden sie nach wie vor in gesundheitsgefährdende FFP2-Masken gezwängt und einer beschämenden Testpflicht unterzogen, obwohl nachweislich von ihnen keine relevante Gefahr ausgeht. Aber die Verantwortlichen in den Bundes- und Landesministerien foltern lustig weiter, während sich Lehrer und Schulleiter auf deren Weisungen und Anordnungen berufen. Letzteres, die Aussage „mir wurde es angeordnet, deswegen tue ich es“, musste in der neueren Geschichte schon recht häufig als „Entschuldigung“ für begangenes Unrecht und Schlimmeres herhalten. Ich denke dabei nur an die Nürnberger Prozesse.

Im letzten halben Jahr haben viele (nicht alle!) unserer Pädagogen (darunter schließe ich auch die Hochschullehrer ein) ein recht beschauliches Leben geführt. Unterricht gab es kaum. Zuerst scheiterte es an entsprechender „Online-Technik“, später hatte man offenbar keine Lust, sich damit anzufreunden. Schließlich vertraute man zurecht auf fehlende Kontrollmechanismen und so nimmt es nicht wunder, dass in einigen Fächern, von Schule zu Schule different, in manchen Fächern kaum oder überhaupt kein „Online“-Unterricht stattfand. Die Bezüge der zumeist verbeamteten Lehrer liefen jedoch ungekürzt weiter. Und anstatt sich um Lehrplan und Schülerwohl zu kümmern, haben nicht wenige die Zeit wohl eher mit Dingen verbracht, die nicht mit ihrem Beruf zusammenhingen.

Diese sind es auch, die, kaum dass der Präsenzunterricht wieder eingeführt wurde, die Wartezimmer der Ärzte belegen, um aus mehr oder eher weniger triftigen Grtünden, eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung zu erhaschen, damit der Übergang vom Nichtstun zur geregelten Arbeit nicht so schwer fällt.

An dieser Stelle aber ein Riesenkompliment an diejenigen Lehrer, Schulleiter, Hochschullehrer, die trotz widriger Umstände alles versucht haben, den Unterricht lehrplangemäß auch im Lockdown weiterzuführen!

Zu den Corona-Gewinnern zählen, wie jetzt immer mehr offenbar wird, auch Politiker, die in dubiöse Maskengeschäfte involviert waren, Testzentren, die unkontrolliert in die eigene Tasche wirtschafteten und natürlich die Krankenhäuser, die nicht müde wurden, uns zu versichern, dass es keine freien Intensivbetten mehr gibt, derweil selbige fragwürdig belegt oder einfach totgeschwiegen wurden. Gleichzeitig labten sie sich an den Millionen, die die gesetzlichen Krankenkassen für „vorgehaltene“ oder „nicht belegbare“ Betten gezahlt haben. Nun kommt es ans Tageslicht und man kann sicher sein, es ist erst die Spitze des Eisberges.

Gewonnen haben auch einige pfiffige Gastronomen und Selbständige, die gleich zu Beginn der „Pandemie“ auf der Basis ihrer „Umsatzschätzungen“ die staatlichen Coronahilfen in Größenordnungen abfassten, von denen sie unter normalen Umständen weit entfernt wären. Beredtes Beispiel für diesen Umstand ist, dass bei vielen gastronomischen Einrichtungen aktuell kein wirkliches Bemühen festzustellen ist, trotz guten Wetters und gelockerter Auflagen, die entgangenen Verluste zu egalisieren.

Der gesamte Öffentliche Dienst hatte während der ganzen Zeit keinerlei wirtschaftlichen Einbußen zu befürchten, auch wurden die Sozialhilfen und Renten pünktlich bezahlt, derweil manche Familie nicht wusste, wie sie über die Runden kommen sollte – mit Kurzarbeitergeld, Homeschooling und Quarantänebestimmungen. Besonders für unsere Senioren, die es ja nach offizieller Lesart besonders zu schützen galt, hatte sich, abgesehen vom „Maulkorbzwang“ im Supermarkt nahezu nichts geändert. Sie wussten von Anfang an, dass ihre schiere Masse von 20 Millionen jeden Regierenden davon abhalten würde, ihre Privilegien zu beschneiden. An ihrer Statt wurden die Kinder zu Hause eingepfercht, der Handel beschnitten und die Kultur gegen die Wand gefahren. Zu leiden hatten lediglich die Alten und Kranken in den Pflege- und Seniorenheimen, denen auf abscheuliche Art und Weise verboten wurde, ihre Lieben zu empfangen. Ihre noch fitten Altersgenossen gerierten sich inzwischen als „Corona-Polizei“ und meldeten pflichtschuldig Maskenverweigerer und Abstandsmuffel.

Die Soziologen grübeln seit Jahrzehnten, wie Diktaturen überhaupt möglich sind. Dabei brauchen sie sich nur das Heer der ach so pflichtbewussten Bürger anzuschauen, die, teilweise wider besseres Wissen, kadavergehorsam Anweisungen und Verordnungen Folge leisten und damit nicht nur Kinder quälen sondern auch in der Tradition deutscher Vergangenheit mit großer Selbstzufriedenheit ihre Mitmenschen denunzieren.

Und dann gibt es noch die „Experten“, natürlich nur die, die sich der Gnade der Politik erfreuen. Mein liebe Kollege Drosten, um dessen Doktorarbeit es einige Ungereimtheiten gibt und dessen Verquickung mit der Industrie Anlass zur Sorge gibt, auch Herrn Lauterbach (SPD) zähle ich dazu, der wahrlich mehr als genug Gelegenheit seitens der Medien bekam, uns an seinen Anschauungen teilhaben zu lassen. Die Anzahl dieser Experten, die als Sprachrohr der Regierenden auftraten, ist übersichtlich, da die allermeisten Wissenschaftler gar kein Gehör fanden, schon gar nicht diejenigen, deren Meinung dem Mainstream nicht genehm war.

Die größten Gewinner sitzen, wie immer, wenn es um Gesundheit geht, in den Chefetagen der Pharmakonzerne. Ihre Profite sind allein schon durch die ständig zu wiederholenden Impfungen auf alle Zeiten gesichert. Dabei spielt es überhaupt keine Rolle, ob die Impfungen, egal mit welchem Stoff, bisher mehr schaden als nützen und keinesfalls vor dem bösen Corona-Virus schützen. Außerdem müsste jedem einigermaßen Vernunfbegabtem klar sein, dass die angekündigte ständige Impfwiedeholung unlogisch ist. Entweder es gibt eine Immunität – oder es gibt eben keine. Aber selbst darüber kann man mir bei Biontec oder Pfizer keine Auskunft geben. Die mittlerweile paar tausend Impfopfer (Tendenz weiter steigend) werden als Kollateralschaden in Kauf genommen. Ein in der Geschichte der Medizin einmaliger Vorgang.

Zum Schluss möchte ich auch einige Polizisten zu den Gewinnern zählen, konnten sie doch endlich mal ihre Aggressionslust auch an alten Frauen, jungen Mädchen oder gar Behinderten austoben, denn nicht jeder, der Polizist wird, genügt den hohen Ansprüchen, die dieser Beruf stellt. Wer zu den Vorfällen der letzten Monate mehr wissen will, dem seien einschlägige Videos z.B. auf bitchute.com oder Erfahrungsberichte von Betroffenen empfohlen. Wohlgemerkt handelt es sich um EINIGE Polizisten. Ihr Auftreten hat jedoch mein Bild des Rechtsstaates in den Grundfesten erschüttert und rückt den angesehenen Beruf des „Schutzmannes“ in ein schlechtes Licht. Leider habe ich meine Zweifel, dass unser Grundgesetz wieder volle Gültigkeit erlangen wird, und so werden wohl die meisten Haudraufs in Uniform, wie auch das Heer der anderen Corona-Gewinner ungeschoren bleiben.

Smart-City-Schwindel & Ausfallstunden

Gestern sollte es soweit sein. Hoch motiviert und mit reichlich Argumenten ausgestattet setzte ich mich abends vor meinen Rechner, um online dem vielstimmig auf gera.de und unser.gera.de angekündigten „Innenstadtforum Gera“ im Zusammenhang mit Smart City beizuwohnen. Meckern allein bewirkt nichts, dachte ich mir, man muss sich ein eigenes Bild machen. Trotz umfangreicher Bemühungen ist es mir leider nicht gelungen, dem Forum beizuwohnen. Der Bildschirm verkündete dagegen stundenlang „Die Konferenz hat noch nicht begonnen“. Damit nicht genug – ich hatte mehrere Freunde aufgerufen, sich ebenfalls zu beteiligen. Auch von ihnen gelang es keinem, sich einzuloggen. Nun gut, wenigstens erhoffte ich mir heute, einen Tag später, eine Zusammenfassung der Geschehnisse auf der Seite unser.gera.de zu finden. Doch weit gefehlt. Unter „Aktuelles“ wird dort immer noch die Vollversammlung vom 14. April (!!!) ausgewertet. Mein Versuch, daraufhin den Projektkoordinator, also den Chef, von „Smart City“ zu erreichen, scheiterte allein an der Tatsache, dass es offenkundig gar keinen gibt. Den Oberbürgermeister wollte ich deshalb nicht belästigen; er hat sicher genug mit der Besetzung offener Stellen in der Stadtverwaltung zu tun.

Sind wir Geraer alle einem Riesenschwindel aufgesessen? Da werden acht Millionen Euro über sieben Jahre zur Verfügung gestellt und „Smart City“ Gera schafft es nicht einmal, ein einigermaßen gelungenes digitales Bürgerforum auf die Beine zu stellen. Kein Wunder, dass Gera, entgegen der Behauptungen der Protagonisten, immer noch keinen Platz im Smart-City-Ranking Deutschlands gefunden hat. (https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1179063/umfrage/smart-cities-in-deutschland/).

Bei der Lektüre von https://www.smart-city-dialog.de/modellprojekte/smart-city-modellprojekt-gera ist dazu noch Fremdschämen angesagt, liest man die peinlichen Plattitüden, welche dort publiziert werden. So ist zum Beispiel von „hoher Bürgerbeteiligung“ die Rede. Angesichts meiner gestrigen Erfahrungen eine glatte Lüge! Weiter ist dort zu erfahren:

„Gera wird smart. Jeder Schritt der Stadt auf dem Weg in die Zukunft soll von den Menschen gesehen, beteiligt und widergespiegelt werden. Das Motto „arbeite smart, lebe smart, sei smart“ soll Einzug halten.“

Offenbar sollten sich die Verantwortlichen erst mal mit dem Inhalt des Wortes „SMART“ befassen. Dies bedeutet schließlich „clever, gewitzt“. Davon ist Gera noch Lichtjahre entfernt.

Nach über einem Jahr mehr oder weniger Lockdown hat es die Smart City Gera immer noch nicht vermocht, an den Schulen eine suffiziente Internetanbindung zu realisieren. Aber das kennen wir ja bereits. Anstatt sich um essentielle Probleme zu kümmern, werden lieber Potemkinsche Dörfer gebaut und sinnfreie Videobotschaften veröffentlicht.

Aber nun gibt es ja wieder Präsenzunterricht. Und dieser beginnt, wie der letzte aufgehört hat – mit Ausfallstunden (Gymnasium in Gera, Klasse 9, heute die ersten zwei Stunden). Als Vater kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass sich in den Schulen eine gewisse Beliebigkeit im Hinblick auf den zu bearbeitenden Lehrplan breitgemacht hat. Wie sonst ist es zu erklären, dass es keinerlei Anstrengungen gibt, den bisher versäumten Lehrstoff aufholen zu wollen? Klar, wenn Maskentragen und Testpflicht in der Schule höchste Priorität haben, kommt der Schulstoff natürlich zu kurz. Und außerdem wird Bildung eh überbewertet. Es genügt, wenn die Kinder elementare Kenntnisse im Lesen, Schreiben und Rechnen haben, gerade genug, um bei der Fast-Food-Kette minderwertiges Essen zu bestellen, das Smartphone zu bedienen und bei Netflix irgendwelchen Schwachsinn anzusehen.

Warum wurden die leerstehenden städtischen Einrichtungen während des Lockdowns nicht für die Beschulung der Kinder genutzt (Tonhalle, KuK, Comma, Rathaussaal…)? Stattdessen fand, wenn überhaupt, nur „geteilter Unterricht“ statt – eine Woche jeweils eine Klassenhälfte. Aber auch bei dieser Frage werden wir aus dem Rathaus den typisch Geraer Satz hören: „Das geht nicht.“ Und so manchen freut´s – kann er sich doch bequem einrichten im Nichtstun.

Da werden acht (!!!) Millionen Euro u.a. für die Entwicklung eines „digitalen Bike Parks“ oder einer „solarbetriebenen Straßenbank“ ausgegeben und im Gegenzug Spielplätze abgebaut (z.B. Auenweg). Es gibt kaum Bolzplätze, während im Stadion der Freundschaft der Rasen vor sich hin fault. Das Kulturamt beschäftigt sich mit sinnfreien Projekten, will sogar das Comma anmalen, derweil die Innenstadtentwicklung rückwärts läuft, wie an den Fassaden in der Sorge, am Zschochernplatz und Leipziger Straße unschwer zu erkennen ist. Und der neue Baudezernent kümmert sich nicht mal um eine behindertengerechte Zuwegung in der Stadt.

Noch deckt die „Pandemie“ die meisten Probleme der Stadt gleich einem großen zähflüssigen Pudding zu. Gleichzeitig dient sie als Universalentschuldigung für den allgegenwärtigen Unwillen, sich den Aufgaben der Zukunft zu stellen. Aber irgendwann kommen Stadtrat und Stadtverwaltung damit nicht mehr durch. Dann ist Schluss mit der seit Jahren andauernden Augenwischerei. Und dann werden Ross und Reiter namentlich gemacht.

„Darf ich rein“, Folter und Testpflicht

Mit großer Freude habe ich zur Kenntnis genommen, dass die Hochschul- und Fast-Kulturhauptstadt Gera ihren Ruf als „Smart-City“ weiter zementiert. Um den Firmen und Gewerbetreibenden, die sich seit Monaten den „Corona-Maßnahmen“ ausgesetzt sehen, ein „Erfassungssystem“ bereitzustellen, wurde, finanziert durch die Sparkasse, von der Münchner Firma „Darf ich rein“ GmbH die Lizenz für die gleichnamige digitale Kontaktverfolgung erworben. Die Firma ist Tochterunternehmen der Anstalt für kommunale Datenverarbeitung (AKDB) und des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbands (Bayerische Gastgeber AG) und unterliegt somit grundsätzlich der Aufsicht durch das Bayerische (!) Innenministerium.

Sicher werden einige technikaffine Händler und Firmen dieses Angebot nutzen, obwohl sich damit für den aufmerksamen Bürger einige nicht unwesentliche Fragen stellen:

  • Um eine Effektivität zu erzielen, müssten alle Besucher oder Kunden dieses Scan-System nutzen. Was ist jedoch mit denen, die dies nicht wollen? (Ja, solche gibt es!) Für diesen Personenkreis muss zwangsläufig zusätzlich ein analoges „Erfassungssystem“ vorgehalten werden, also Zettel und Stift.
  • Wo werden die Daten gespeichert, wer hat Zugang dazu und wer kontrolliert, dass die Daten wirklich nach 4 Wochen wieder gelöscht werden? Dazu ist leider auf gera.de nichts zu erfahren. Lediglich das Wort „datenschutzkonform“ taucht immer wieder auf, ohne jedoch einen konkreten Bezug auf die gesetzlichen Grundlagen herzustellen. Dies kann man schon aus dem Grund nicht, da das (früher mal) geltende Recht, eine pauschale Erfassung personenbezogener Daten überhaupt nicht zulässt und diese jetzt nur aufgrund des „Ermächtigungsgesetzes“, auch Infektionsschutzgesetz genannt, straffrei möglich ist.

Es ist auch sehr interessant, warum gerade jetzt solche Erfassungssysteme angeschafft werden. Dabei gehen doch die „Inzidenzwerte“ drastisch zurück und unsere politischen Verantwortungsträger werden nicht müde, weitere „Lockerungen“ in Aussicht zu stellen. Sollen mit solchen Systemen wie „Darf ich rein“ ab jetzt für alle Zeiten die persönlichen Daten jedes Bürgers generalstabsmäßig erfasst werden? Damit lassen sich ganz einfach viele Informationen gewinnen: Wer hat sich wann wo aufgehalten? Wie oft werden bestimmte Geschäfte o.ä. frequentiert und was lässt sich hinsichtlich Konsumverhalten ableiten? Oder, welche Bewegungswege lassen sich nachvollziehen? Alles Informationen, die für den Einzelnen recht wenig Nutzen haben, für bestimmte Gruppen jedoch sehr wertvoll sein können.

Ich freue mich übrigens bereits auf die erweiterte Version von „Darf ich rein“, die dann sicher auch noch erfasst, wie oft ich zur Toilette gehe und welchen aktuellen Blutdruck ich habe.

Grund zur Freude bestand für mich jedoch nicht, als ich heute zum ersten Mal den „Elternbrief“ des Gesundheitsamtes Gera (wieso eigentlich GESUNDHEITSamt?) gelesen habe, der sich an die Eltern eines Kindes richtet, an dessen Schule ein oder mehrere Fälle von Covid-19-„Infektionen“ aufgetreten sind. Darin steht u.a.:

Eine Übertragung erfolgt von Mensch zu Mensch primär über Tröpfcheninfektion, aber auch
über Aerosole.

Endlich hat mal jemand definitiv festgestellt, wie die Virusübertragung funktioniert! Und das wurde von absoluten medizinischen Laien gemacht! Leider, liebes Gesundheitsamt, ist genau dieses Problem noch völlig ungeklärt und wissenschaftlich gesehen die „Tröpfcheninfektion“ lediglich eine Hypothese. Meine Meinung dazu ist eine andere, zudem sprechen die „Infektionszahlen“ in den letzten Monaten eine eindeutige Sprache. Weder verschärfter Maskenzwang, noch Kontakteinschränkungen oder Abstandsregeln konnten die hohen „Inzidenzwerte“ verhindern. Also mit den „Tröpfchen“ und den „Aerosolen“ scheint irgendetwas nicht zu stimmen.

Bedenklich stimmen auch die Quarantäneregeln, die uns das Gesundheitsamt mitteilt:

Das Kind darf sich dann ausschließlich in der Wohnung bzw. in selbst genutzten Bereichen
des Wohnungsgrundstücks aufhalten. Es ist also untersagt, Freunde zu treffen oder sich
außerhalb der Häuslichkeit mit Personen zu treffen. Ebenso darf kein Besuch in der Wohnung
oder auf dem Wohnungsgrundstück empfangen werden.
Zu anderen Familienmitgliedern ist der Kontakt weitgehend zu reduzieren. Das Kind (und ggf.
bei Kindern unter 12 Jahren der mit in Quarantäne befindliche Elternteil) hat sich hierzu
möglichst getrennt von den übrigen Familienmitgliedern in anderen Räumen aufzuhalten
.

Sehr geehrtes Amt, was hier geschrieben steht, ist nach meinem (und nicht nur nach meinem) Dafürhalten eine Aufforderung zur Kindesfolter (Straftatbestand!). Die Vereinten Nationen definieren Folter als

…jede Handlung, durch die einer Person vorsätzlich große körperliche oder seelische Schmerzen oder Leiden zugefügt werden, zum Beispiel um von ihr oder einem Dritten eine Aussage oder ein Geständnis zu erlangen, um sie für eine tatsächlich oder mutmaßlich von ihr oder einem Dritten begangene Tat zu bestrafen oder um sie oder einen Dritten einzuschüchtern oder zu nötigen, oder aus einem anderen, auf irgendeiner Art von Diskriminierung beruhenden Grund, wenn diese Schmerzen oder Leiden von einem Angehörigen des öffentlichen Dienstes oder einer anderen in amtlicher Eigenschaft handelnden Person, auf deren Veranlassung oder mit deren ausdrücklichem oder stillschweigendem Einverständnis verursacht werden. 

Natürlich weiß ich, liebes Gesundheitsamt, dass ihr nur den entsprechenden Anweisungen im „Infektionsschutzgesetz“ Folge leistet. Aber habt ihr dabei kein schlechtes Gewissen? Schämt ihr euch nicht? Es geht um KINDER! Allein die Aufforderung den „Kontakt weitgehend zu reduzieren“ ist dem Wohlbefinden unserer Kinder abträglich! Und sagt mir nicht, dass fehlende Nähe oder gar Isolation nicht zu Leiden führt! Ich möchte an dieser Stelle nicht Vergleiche mit längst vergangenen Zeiten bemühen, obwohl sie sich förmlich aufdrängen.

Liebe Eltern – Ihr wisst sicher besser als der Amtsschimmel, der keinen blassen Schimmer von Empathie, Erziehung, Fürsorge oder gar Medizin hat, was gut für Eure Kinder ist!

Selbst unsere „Coronaexperten“ müssen mittlerweile zähneknirschend zugeben, dass Kinder fast nie am bösen Virus erkranken und so gut wie keine Gefahr von ihnen ausgeht. Dennoch werden für amtlicherseits Maskenzwang und Schulschließungen durchgesetzt. Von den unsäglichen Tests ganz abgesehen. Letztere:

  • finden ohne ausdrückliches Einverständnis der Sorgeberechtigten statt.
  • sind nicht geeignet, eine „Infektion“ sicher nachzuweisen (WHO, Herstellerangaben, …).
  • applizieren tw. hochtoxische Substanzen in den Körper.
  • führen zu einer Traumatisierung der Schleimhäute.
  • werden von Personen (z.B. Lehrern) beaufsichtigt, die keinerlei medizinische Kompetenz haben.
  • werden meist im Klassenverband durchgeführt, damit ist keine Anonymität gesichert (man stelle sich vor, der Abstrich würde nicht im Mund-Nasenbereich vollzogen sondern in den unteren Körperöffnungen).
  • liefern Ergebnisse, deren Dokumentation und Datenweitergabe jeglichem Umgang mit medizinischen Daten sträflich widerspricht.
  • werden durchgeführt, ohne dass eine medizinische Notfallausrüstung und geeignetes Personal zur Verfügung steht, um zum Beispiel ein Nasenbluten suffizient und schnell zu behandeln.

An alle verantwortungsvollen Eltern appelliere ich: Informiert Euch bevor Eure Kinder getestet werden! Nachfolgend habe ich einen Fragebogen platziert, den Ihr an die Schule senden könnt, um schriftlich dokumentiert zu bekommen, welche Zustände bei den Corona-Testungen herrschen.

Herunterladen ist gern erlaubt.

Was unser „Rechtsstaat“ für seine Kinder übrig hat, verdeutlicht allein schon der Fakt, dass Kinder, deren Eltern keine riskante Testung bei ihren symptomlosen Kindern wünschen, vom Präsenzunterricht ausgeschlossen werden. Seid gewiss liebe beamtete Lehrer – wir werden nicht vergessen, wie die allermeisten von Euch, getrieben von unkritischem Gehorsam und bedingungsloser Staatstreue, gehandelt haben! Aber:

Die Rache der Geschichte ist schrecklicher als die des mächtigsten Generalsekretärs. (L. Trotzki)

Seit Monaten werden von „Amts wegen“ die Menschenrechte mit Füßen getreten, geltendes Recht ausgehebelt und die Menschen drangsaliert. Und nur wegen einer Krankheit, die 99% überleben.

PS: Würden wir alle auf Herpes-Viren testen, käme bei 80-90% aller Deutschen ein „positives“ Ergebnis heraus. Aber niemand spricht davon, dass Patient Y oder Patientin X „im Zusammenhang“ mit einer Herpes-Infektion gestorben sei.

Die Fassade der Frau Dr. T.

Wie eine gescheiterte Bürgermeisterkandidatin aus Schwielowsee nach eigenem Gutdünken unsere Stadt anmalt

Während die Kulturlandschaft in der Fast-Kulturhauptstadt Gera immer noch am Boden liegt und nicht wenige Kulturschaffende sich um ihre Zukunft sorgen, lobt die Kulturamtsleiterin insgesamt 25.000 Euro für eine Neugestaltung der Fassade des Clubzentrums Comma aus. Beteiligen können sich freischaffende Künstler aus Thüringen – so der Ausschreibungstext. Nach den 75.000 Euro für eine „Beratungsagentur“ und den 30.000 Euro für die „blaue Wand“ in der Toller-Straße wird erneut durch die Kulturamtsleitung ein erheblicher Geldbetrag für ein Vorhaben ausgegeben, welches in keiner Weise den anstehenden Problemen in Geras Kulturszene gerecht wird.

Zudem verdichten sich die Hinweise, dass sich eine Seilschaft aus Kapitalgesellschaften, Gastronomen und Eventmanagern formiert, welche zukünftig die alleinige Gestaltungshoheit im Comma haben will. Subventioniert wird diese offenbar durch weitere Mittel aus dem Kulturamt (Inoffiziellen Angaben zufolge ist von 40.000 Euro zur Innengestaltung auszugehen.). Übrigens ist Frau Dr. Tittel (SPD) nicht nur alleinige Gesellschafterin der „Kultur in Mitteldeutschland gGmbH“, sie ist auch über die Kulturhaus Häselburg Besitz KG geschäftlich eng mit der Häselburg verknüpft. Ob das Comma dann klammheimlich in deren Außenspielstätte umgewandelt werden soll, ist momentan noch ein Gerücht. Man darf auch gespannt sein, welch bizarrer Kontrast sich dem Betrachter bieten wird, wenn die neue Fassade und der verwahrloste Biergarten aufeinandertreffen.

Kein Kulturamtsleiter in den letzten 30 Jahren konnte so ungeniert wirtschaften und verfügte über solche umfangreichen Geldmittel! Doch anstatt diese Mittel für den Erhalt städtischer Kultur einzusetzen, schmeißt Frau Tittel unbeaufsichtigt das Geld für sinnfreie Projekte zum Fenster hinaus. Doch dahingehend befindet sie sich in guter Gesellschaft. Auch die Smart-City-„Arbeitsgemeinschaften“ ergehen sich gerade mal wieder in kruden Phantasien. Beispielhaft sei hier die „AG Bildung und Kultur“ genannt, die unter anderem sich mit „Be the hero“ an Jugendliche wenden will, damit diese das, „was in ihren Spielen passiert, in der realen Welt – pädagogisch und durch Fachleute begleitet – nachspielen und erleben können“ (unser.gera.de). Leider bleiben uns die Erfinder dieses kulturpädagogischen Meilensteins schuldig, welche „Fachleute“ dafür zur Verfügung stehen und ob man diesen Unsinn unter „Bildung“ oder gar „Kultur“ einordnet. Was die geplante „Digitalisierung der Museen“ bewirken soll, erschließt sich ebenfalls nicht, während das angekündigte digitale „Antragsverfahren der Marktmeisterei“ sicher jetzt schon für Jubelstürme bei den Marktfrauen sorgt.

Wir haben in den letzten Jahrzehnten in Gera noch nie eine derartige Ansammlung von widersinnigen Projekten, Augenwischerei und Profilierungswahn erlebt. Dabei ist die Bilanz der Stadt mehr als ernüchternd:

  • Kulturhauptstadtbewerbung grandios gescheitert
  • „Neue Mitte“ bisher nicht ansatzweise realisiert
  • Innenstadttod statt -belebung
  • unverändert höchste Arbeitslosigkeit im Freistaat
  • Spitzenplatz bei der Kinderarmut
  • Stadtwerke immer noch in Insolvenz
  • Schulsanierungen nicht abgeschlossen
  • hohe Schlaglochdichte an den städtischen Straßen
  • Straßenbahnprojekt Langenberg offenbar aufgegeben
  • Verwaltungsreform nicht mal ansatzweise umgesetzt
  • Regionalentwicklung stagnierend
  • Technische Hochschule – offenbar nur ein leeres Versprechen – trotz „Hochschulstadt“
  • und, und, und….

Dafür werden die Bürger mit selbstbeweihräuchernden Videobotschaften und digitalen Spinnereien bombardiert. Und so mancher fragt sich: Findet sich denn kein einziger Stadtrat, der dagegen mobil macht? Schade, dass die nächsten städtischen Wahlen noch so lange hin sind.

Die Gnade der Impfung

Der Bildungsminister des Freistaates Thüringen Herr Holter (Linke) plädiert für einen „Impfturbo“ bei Kindern und Jugendlichen (otz, 4.5.21). In der letzten Woche hatten die Pharmariesen Biontech und Pfizer die Zulassung ihres Impfstoffes für 12- bis 15-Jährige angekündigt. Selbst unter Würdigung der „offiziellen“ Zahlen und Fakten muss jedoch davon ausgegangen werden, dass die Impfung, egal mit welchem Corona-Impfstoff, weder die Übertragung des Virus verhindert, noch eine Ansteckung. Dafür schnellt die Zahl der Impfschäden bis hin zu tödlichen Verläufen besorgniserregend in die Höhe. Kein Wunder bei Impfstoffen, die zumeist durch „Notzulassungen“ erst marktreif geworden sind. Fehlt es doch nach den wenigen Monaten an entsprechenden belastbaren Studien, die valide Aussagen über Wirkungen und Nebenwirkungen treffen können. Auch muss man wissen, dass klinische Untersuchungen, die zu einer Zulassung eines Impfstoffes oder Medikamentes führen, in der Regel an jungen und gesunden Erwachsenen durchgeführt werden. Der Zulassungsprozess dauert dann normalerweise Jahre bis Jahrzehnte. Erst wenn hinreichende Datenmengen zur Verfügung stehen, können die Eigenschaften eines Impfstoffes hinreichend beurteilt und eine Zulassung erteilt werden.

Im Fall des „Corona-Impfstoffes“ verfügen wir hingegen nicht über genügend Daten. Dafür sind die Resultate der staatlich subventionierten Impforgie offensichtlich: Todesfälle und schwere Nebenwirkungen häufen sich, nicht nur unter den „impfpriorisierten“ Ü70-Jährigen. Interessanterweise wird seitens der Systemmedien und ihrer „Experten“ versucht, diesen Tatbestand herunterzuspielen, während gleichzeitig jeder positiv getestete Verkehrstote als „in Zusammenhang mit Corona“ verstorben in die Statistik eingeht. Warum also nicht auch die „in Zusammenhang mit der Corona-Impfung“ Verstorbenen? Zudem kann man davon ausgehen, dass eine Impfung, die weltweit eine nicht zu unterschätzende Anzahl von Geschädigten oder gar Toten produziert, unter „normalen“ Umständen niemals eine Zulassung erhalten hätte.

Man braucht keine Verschwörungstheorien zu bemühen, um zu sehen, wessen Interessen mit der Impfkampagne bedient werden. Herr Gates, jener Unsympath, kommt aus seinem hämischen Grinsen gar nicht mehr raus, und bei Biontech oder Pfizer ist angesichts steigender Umsätze und Börsenkurse Dauerparty angesagt.

Wenn wir gerade die schlimmste „Pandemie“ aller Zeiten in der Welt haben, wie uns täglich versichert wird, warum wurde dann noch nicht der Patentschutz für die Impfstoffe per Gesetz aufgehoben? Sogar US-Präsident Biden, der bisher nicht gerade durch Weitsicht aufgefallen ist, fordert jetzt gerade dieses. Sehr zum Leidwesen der Pharmalobby. Es wäre gerade in Deutschland technologisch kein Problem, binnen kürzester Zeit ausreichend Impfdosen zu produzieren. Dann bedürfte es auch keiner „Impfpriorisierung“, weil jeder Impfwillige binnen kurzer Zeit seinen Pieks bekommen würde.

Doch zurück zu Herrn Holter, der im bisherigen Verlauf der „Pandemie“ nicht mal in der Lage war, den Online-Unterricht für alle Schüler im kleinen Thüringen materiell sicherzustellen. Er will dafür nun alle Kinder impfen. Sicher ist der Herr Minister immer noch gedanklich in der DDR zu Hause und hat die Doktrin der SED, deren Mitglied er bereits seit 1973 ist, verinnerlicht, die die Kinder und Jugendlichen als Eigentum des Staates oder gar als „Kampfreserve der Partei“ ansah. Manche DDR-Bürger erinnern sich auch noch daran, dass Kinder aus nicht staatskonformen Haushalten entfernt, in Heime oder zu Pflegeeltern mit Parteibuch gegeben wurden. Holters Forderung nach einem „Impfturbo“ für Kinder muss als verklausulierte Aufforderung zur Impfpflicht für Minderjährige interpretiert werden, unter Missachtung des elterlichen Willens. Zwar darf ein Jugendlicher hierzulande ohne Zustimmung seiner Sorgeberechtigten kein Moped fahren oder gar ein Bier trinken; er soll aber eine gefährliche, potenziell gesundheitsschädigende Impfung durch staatliche Anordnung verabreicht bekommen.

Genosse Holter und Co. fordern die Impfung gegen ein Virus, dessen genetische Struktur und Wirkungsweise unklar sind. Mit nicht ausgereiften Impfstoffen, die relevante Nebenwirkungen haben, um eine „Krankheit“ zu bekämpfen, die nicht sicher nachgewiesen werden kann und keine Übersterblichkeit und kaum Kranke produziert. Und wenn man die Impfung(en) unbeschadet übersteht, werden gönnerhaft „Vergünstigungen“ erteilt und „Grundrechte“ gewährt. Bis dahin dürfen nicht nur die Kinder durch Maskentragen ihre körpereigene CO2-Sättigung ins Krankhafte steigern und ihre soziale Kontaktfähigkeit verlieren, vervollständigt durch irrsinnigen und gesundheitsgefährdenden Testzwang.

Man kann den Machtwahn der Regierenden aber auch ihre Abhängigkeit vom Großkapital wohl kaum besser entlarven.

Noch sitzt Ihr dort oben Ihr feigen Gestalten.

Vom Feinde bezahlt, dem Volke zum Spott.

Doch einst wird wieder Gerechtigkeit walten,

dann richtet das Volk. Dann gnade Euch Gott!

Theodor Körner

Smart City und Hasenscheisse

In der Hochschul- und Fast-Kulturhauptstadt Gera hat man nach vielen Monaten mehr oder minder emsigen Tuns im Hinblick auf den weiteren Fortschritt als „Smart City“ nunmehr die Ergebnisse einer nichtrepräsentativen Bürgerumfrage veröffentlicht. Sage und schreibe 633 Bürger haben daran teilgenommen, was immerhin über 0,6% der Bevölkerung darstellt. Von diesen haben „über 50% hohes Interesse“ an Smart City bekundet (Quelle gera.de). Die Stadt und die Protagonisten werten dieses Ergebnis als großen Erfolg – so posaunten es zumindest die regionalen Radiosender in die Welt.

Nun, der aufmerksame Bürger kann dieser Einschätzung nichts abgewinnen – zu offensichtlich soll sie dem bisherigen Rohrkrepierer „Smart City“ den Anschein breiter Zustimmung verleihen, welcher in keiner Weise gegeben ist, wenn lediglich etwas über 300 Geraer ein positives Echo dazu abgeben. Und das noch unter dem Aspekt, dass sich an der Umfrage ohnehin nur Menschen beteiligten, die ein elementares Interesse an „Smart City“ haben. 99,4% der Geraer ist es demzufolge völlig egal, wie „smart“ die Stadt in Zukunft daherkommen will! Verdenken kann man es ihnen nicht. Zu drückend sind die mit der „Corona-Pandemie“ verbundenen Sorgen und Nöte, zu skeptisch schauen die Bürger in die Zukunft und zu oft wurden sie schon von den Stadtoberen mit Blendwerk betrogen.

Offenbar versuchen die Verantwortungsträger in der Stadt mit allen Mitteln von den unbewältigten Problemen in Gera abzulenken: Digitalisierungsdefizit, Straßenbahnproblem, überalterte Bevölkerung, Brachliegen der Innenstadt, Schulbau, KuK-Thema, Zustand der Wege und Straßen, Technische Hochschule, Verwaltungsreform und, und und… Ich durfte unlängst selbst erleben, in welcher berauschenden Geschwindigkeit gewisse Teile unserer Stadtverwaltung immer noch arbeiten. Nach sage und schreibe acht Wochen hat sich die Abteilung Straßenservice zu einer von mir gestellten Anfrage geäußert. Für eine „Smart City“ist dies wohl kein Aushängeschild.

Aber es gibt auch frohe Botschaft, natürlich aus dem Kulturamt. Zwar harren die ausgeliehenen 515 Werke der Privatsammlung Niescher noch immer ihrer Ausstellung, doch soll diese Leihgabe die bisher magere Bilanz unserer Kulturamtsleiterin endlich mal aufbessern. Wie hoch sich die Kosten belaufen war noch nicht zu erfahren, jedoch sind Leihgaben erfahrungsgemäß mit nicht unerheblichen Aufwendungen verbunden (Leihgebühren, Versicherung, Transport etc.). Und ob die aktuelle „Pandemielage“ die günstigsten Voraussetzungen für eine Ausstellung bietet, muss bezweifelt werden. Nächstes Jahr wäre dafür auch noch Zeit gewesen.

Dafür finden im Comma bald „Couchkonzerte“ statt. Veranstalter sind das Kulturamt der Stadt und eine gewisse Agentur Dake aus Leipzig (!). Der Geraer freuen sich jetzt schon auf solche Glanzlichter wie die Band „Hasenscheisse“, welche sicherlich an die großen Comma-Konzerte mit Karat, City oder Heinz Rudolf Kunze nahtlos anknüpfen wird. Übrigens sind alle Künstler der „Couch-Konzerte“ nicht in unserer Region beheimatet. Man darf gespannt sein, ob sich diese Tendenz auch im seit über einem Jahr angekündigten und angeblich nur mithilfe teurer externer Berater (natürlich aus Leipzig und nicht aus Gera!) realisierbaren „Kulturentwicklungsplan“ der Kulturamtsleitung wiederspiegelt. Dass darin auch traditionelle Kultureinrichtungen wie das Fettnäppchen oder die Kunstzone M1 auftauchen, ist angesichts der offensichtlichen Ignoranz städtischen Kulturlebens eher als unwahrscheinlich angesehen werden. Man muss zudem die Vermutung hegen, dass heimische Kunst bewusst ausgeblendet und nicht nur das altehrwürdige Comma systematisch für die Interessen von Einzelpersonen instrumentalisiert wird.

Doch zurück zu Smart-City. Hier die „Ergebnisse“ des Ideenwettbewerbs (gera.de), kommentiert von mir:

Info – Box Ergebnis Abstimmung SMARTCity-Ideenwettbewerb:

An der Abstimmung haben 47 Teilnehmer/innen teilgenommen (Ergebnisse ergeben sich durch Punktesystem).

  1. Platz | 15 %

Solarbetriebene Straßenbank

Sicher ein absolutes „Must Have“ für jede moderne Stadt. Hoffentlich scheint immer die Sonne.

  1. Platz | 12 %

Fahrradfreundliche Stadt & nachhaltiges Grünflächenmanagement

Im Hinblick auf Fahrradfreundlichkeit sind wir nicht die schlechtesten, während das „Grünflächenmanagement“ noch etwas zu wünschen übrig lässt, wie man an den Müllansammlungen in den Parks der Stadt unschwer erkennen kann. Wir schaffen es in Gera zwar nicht, ausreichend viele Abfallkübel an den Bänken im Hofwiesenpark aufzustellen, aber ein neues „Grünflächenmanagement“ (Was auch immer das sein soll?) wird dieses Problem sicher digital lösen.

  1. Platz | 11 %

DIGITALER BIKE-Park

Unbedingt! Unsere zahlreichen radfahrenden Senioren werden sich wie Bolle darüber freuen.

  1. Platz | 11 %

Lieblingsladen.gera.de (gemeinsames Liefersystem)

Offenbar handelt es sich um eine Reminiszenz an eine lang andauernde „Pandemielage“. Grundsätzlich eine gute Idee – die natürlich nur klimaneutral durchgesetzt werden darf (Fahrradliefersystem, kein Plastikmüll etc.). Überhaupt vermisse nicht nur ich den Umweltaspekt im Smart-City-Projekt schmerzlich.

  1. Platz | 6 %

Attraktive Studentenstadt durch attraktive Studentenwohnheime

Angesichts der Massen an Studenten (politisch korrekt: Studierenden) in Gera gehört dieser Punkt auf Platz eins. Aber sollte man sich nicht lieber um die gelinde gesagt nicht mehr zeitgemäßen Zustände in den städtischen Wohnheimen kümmern? Und warum gibt es bis heute noch kein praktikables Internetformat, welches den leerstehenden Wohnraum in Gera für die paar Studierenden hier anbietet?

Es darf die Frage gestattet sein, ob sich die Projektentwickler für Smart City Gera schon mal offenen Auges und Ohres durch die Stadt bewegt haben. Vielleicht kämen sie dann zu anderen „Ideen“. Verwunderlich ist außerdem, dass Smart City Gera in den zugänglichen elektronischen Datenbanken bisher KEINE Erwähnung findet (https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1179063/umfrage/smart-cities-in-deutschland/).

Mein Gegenentwurf für Gera ist übrigens folgender:

  1. kostenloser Internetzugang in ALLEN Geraer Schulen
  2. Instandsetzung der Straßen und Brücken (geht leider nicht digital)
  3. digitalisiertes Verkehrskonzept zur Vermeidung von Staus
  4. Schaffung eines digitalen Forums für städtische Kulturschaffende
  5. Neubau und Erhaltung von Spielplätzen (geht nur bedingt digital)

Zum Glück für alle „Smart-Citizens“ deckt die „Corona-Pandemie“ zur Zeit die immensen Probleme der Stadt zur Gänze zu. Ob die hochgesteckten und sicher wohlmeinenden Pläne für eine Smart City jemals umgesetzt werden, darf aber bezweifelt werden.

Testen, Manipulieren, Wegsperren

Mit der Annahme der Novellierung des Infektionsschutzgesetzes hat der Bundestag mit den Stimmen der „Volksparteien“ CDU und SPD das politische Testament der Regierung Merkel abgesegnet und damit weitere Weichen für diktatorische Vollmachten gestellt. Unter dem Deckmantel des „Infektionsschutzes“ können somit unter bestimmten Voraussetzungen die Grundrechte nahezu zur Gänze dauerhaft aufgehoben und eine Art Kriegsrecht verhängt werden. Offenbar haben Merkel und Co. in den letzten Monaten Gefallen an „Lockdown“ und Ausgangssperren gefunden. Sachliche Argumente für ein derartiges Vorgehen gibt es nämlich nicht. Die „Inzidenzzahl“ von 100 ist rein willkürlich festgelegt, basiert auf einem „nicht geeigneten“ Test (lt. WHO) und sagt somit rein gar nichts über eine mögliche Gefährdung der Bevölkerung aus. Auch gibt der Taschenspielertrick eines absoluten „Inzidenzwertes“ unter Verschweigen der Gesamttestzahl eine hervorragende Möglichkeit, bei Bedarf entsprechende „Inzidenzen“ herbeizutesten. Vergleiche mit dem „Ermächtigungsgesetz“ von 1933 sind durchaus angebracht. Auch in jener Zeit wurden dadurch die Grundrechte drastisch beschnitten und die Parlamente de facto ausgeschaltet, um alle Macht beim Reichskanzler zu konzentrieren und die Aufhebung der Gewaltenteilung festzuschreiben.

Und was sagen unsere „Volksvertreter“ dazu? Mit jubelnder Zustimmung haben CDU/CSU und SPD, gehorsam und demütig, den schon diktatorisch anmutenden Gesetzesentwurf durchgewunken. Überraschend war dies keinesfalls. Die ehemals konservative CDU ist unter Merkels Knute zu einem Haufen von Männchenmachern und Pfötchengebern verkommen. Abweichler wurden und werden gnadenlos bekämpft, diffamiert und ausgeschlossen, wie es nicht nur der ehemalige Verfassungsschutzpräsident Maaßen unlängst erfahren musste. Derweil die Parteibasis schweigend dabei zusieht, wie eine Partei, die mit einer Zustimmung von vormals über 40% im Volk zum willfährigen Instrument des Machtwahns von Merkel, Spahn, Laschet, Söder und Co. wurde. Dass dabei die Umfragewerte in den Keller rauschten (z.Z. irgendwo bei 27%) ficht niemanden an. Schließlich ist es auch egal – in Zukunft regiert nicht mehr das Volk durch Wahl, es genügen „Inzidenzwerte“, um die Demokratie ad acta zu legen und per Ermächtigung zu regieren. Als Beobachter dieser Entwicklung fragt man sich: Kann ein altgedientes CDU-Mitglied angesichts solcher Tatsachen überhaupt noch in den Spiegel schauen?

Letzter Ausdruck des Niedergangs war das Kasperletheater um die Kanzlerkandidatur der Union. Wobei es letztlich egal ist, welcher Lockdowner zukünftig im Kanzleramt sitzt. Der Karnevalsprinz vom Rhein oder der Maskenfanatiker Söder. Letzterer hat ernsthaft geglaubt, dass die linksgewendete CDU-Spitze einen unberechenbaren Opportunisten wie ihn ins Kanzleramt hievt. Dann doch lieber den kleinen Armin, der zumindest im Ruch steht, dem Marxismus als neuer Agenda der CDU treu ergeben zu sein. Und sicher hat auch die Sehnsucht der CDU-Granden eine Rolle gespielt, nach der peitscheschwingenden Kanzlerin einen schwachen Kandidaten folgen zu lassen, damit sie ungestört ihre eigenen Interessen pflegen können, dunkle Geschäfte inbegriffen.

Zur SPD ein Wort zu verlieren verbietet sich angesichts ihrer älteren und neueren Historie eigentlich von selbst. Bereits im August 1914 stimmte sie für die Kriegskredite und schaffte damit die Voraussetzungen für einen über vier Jahre andauernden Völkermord. Nach dem zweiten Weltkrieg umarmte sie in der damaligen sowjetischen Besatzungszone flugs die KPD. Was die daraus entstandene SED angerichtet hat, dürfte jedem ehemaligen DDR-Bürger noch gegenwärtig sein. Im Westen wurden durch die SPD der NATO-Doppelbeschluss umgesetzt und den Amerikanern die Möglichkeit der Stationierung atomarer Mittelstreckenraketen gegeben, nach der Kohl-Ära dann die Beteiligung am Krieg im ehemaligen Jugoslawien beschlossen und mit den Hartz-IV-Gesetzen eine irreversible Spaltung der Gesellschaft verursacht. Das Credo bei den Sozen lautet seitdem „Mitregieren, egal mit wem!“. Letzteres verdanken sie nicht zuletzt ihrem monströsen Medienapparat, der mittels Lügen, Halbwahrheiten und Weglassungen die Panik beim unkritischen Bundesbürger schürt.

Und die sogenannte „Opposition“? Die Grünen, die sich bis heute nicht eindeutig von Pädophilie und Drogenkonsum distanziert haben, haben naturgemäß zu den Bürgerrechten nichts zu sagen. Sie nehmen die Ermächtigungsgesetze wohlwollend hin, dienen diese doch für sie als Blaupause für eine zukünftige „Klima-Diktatur“, welche in ihren Resultaten die Auswüchse der „Pandemie“ noch bei weitem übertreffen wird. Die FDP, einst Hort bürgerlichen Denkens, irrt orientierungslos durch die politische Landschaft, hoffend, vom Regierungskuchen ein Stück abzubekommen. Ihr Vorsitzender Lindner larviert zwischen Folgsamkeit und behutsamer Kritik, um ja alle Optionen für ein zukünftiges Mitregieren offen zu halten, während sein Parteifreund Kubicki sich in den Talkshows gerne mal als Sachwalter des einfachen Bürgers verstellt.

Die Linkspartei mit neuer Doppelspitze hat mit Grundrechten ohnehin nichts am Hut. Zu tief verwurzelt ist bei ihr das stalinistische Gedankengut. Gleichzeitig buhlte die Parteispitze um das Wohlwollen der Kanzlerin, was sich ja auch in der Wiederholung der Thüringen-Wahl und vor einem Jahr auszahlte. Inzwischen hat man sich im Karl-Liebknecht-Haus vollends vom Klassenkampf verabschiedet und mit dem Kampf gegen „rechts“ ein neues einträglicheres Tätigkeitsfeld gefunden., tätliche Übergriffe der „Antifa“ auf Querdenker eingeschlossen. Themen wie grassierende Kinderarmut, Arbeitslosigkeit oder Freiheitsrechte sind dabei nur störend. Zumindest haben die Genossen mit dem „Blumenwurf“ ihrer Vorsitzenden im Erfurter Landtag vor über einem Jahr eine neue Form parlamentarischer Umgangsformen kreiert und erneut ihr rudimentäres Demokratieverständnis bewiesen.

Die „Alternative“ für Deutschland ist weitgehend abgemeldet. Meuthens Meute hat es nicht vermocht, sich als Sachwalter des Grundgesetzes während der „Pandemie“ zu profilieren. Innerparteiliche Grabenkämpfe gemischt mit unklugem taktischen Verhalten lässt die Blauen in den Umfragewerten stagnieren. Es fehlt an Geschlossenheit und einer tragfähigen Programmatik; es fehlt auch an geeignetem Personal in den Spitzengremien, die unverändert mehrheitlich von Westdeutschen besetzt werden, ganz entgegen den tatsächlichen Wahlergebnissen in den Neuen Ländern.

Solange der deutsche Michel klaglos seine Entrechtung erträgt, werden noch weitere „Ermächtigungsgesetze“ folgen. Dabei ist den meisten Testfanatikern, Maskenträgern und Abstandhaltern nicht bewusst, dass immer Gehorsam zu Diktatur und Krieg geführt hat, nicht Ungehorsam.

Todsichere Impfung

Linke Biographien

Nun, es ist seit Regierungsantritt von Herrn Ramelow 2014 und seiner rot-rot-grünen Gefolgschaft eine Konstante, dass die Minister der Linkspartei im Kabinett fast ausschließlich von ehemaligen SED-Mitgliedern gestellt wurden und werden (Klaubert, Holter, Keller, Werner). Allein dieser Tatbestand ist wohl wenig dazu geeignet, den Bürger von einem Erneuerungsprozess in dieser Partei zu überzeugen. Man setzt dort lieber auf bewährte Kader.

Bildungsminister Holter kann hierbei als besonders gestählt und politisch gefestigt gelten, ist er doch bereits 1973 im zarten Alter von 20 Jahren in die Sozialistische Einheitspartei eingetreten. Ehemalige DDR-Bürger wissen noch zu gut, dass ein frühzeitiger Parteieintritt viele Karrierewege im sozialistischen Arbeiter- und Bauernstaat ebneten. So auch bei Herrn Holter, der nach dem Besuch der Parteihochschule der sowjetischen Kommunistischen Partei (KPdSU) bis 1989 in der SED-Bezirksleitung Neubrandenburg tätig war und fast übergangslos 1991 für zehn Jahre PDS-Landeschef in Meck-Pomm wurde. Seine Kenntnisse über die entwickelte sozialistische Gesellschaft machten ihn zum Minister für Arbeit, Bau und Landesentwicklung des Landes. Wie es sich für einen ordentlichen Minister gehört, kann auch Herr Holter auf ausgewachsene Skandale während dieser Zeit zurückblicken. So wurden ihm von Parteigenossen Imkompetenz, politischer Opportunismus und Vetternwirtschaft vorgeworfen. Holter hatte u.a. der Firma der Frau eines seiner Genossen und Freunde einige Millionen Euro an Zuschüssen zugeschanzt (https://www.neues-deutschland.de/artikel/147388.streit-in-der-linken-im-nordosten-eskaliert.html und https://www.tagesspiegel.de/politik/ehefrauen-affaere-ein-bisschen-mehr-fuer-die-firma-der-gattin/250360.html). Von alledem, einschließlich seiner SED-Vergangenheit, liest man auf seiner Homepage rein gar nicht (https://www.helmut-holter.de/). Auch nicht, was ihn bewogen hat, aus dem Norden ins grüne Herz Deutschlands zu wechseln, um hier als Minister für die Bildung Sorge zu tragen. Wie kompetent er dieses Amt ausfüllt, davon können Schüler, Lehrer und Eltern hierzulande ein Lied singen.

Im Gegensatz zum Bildungsexperten Holter kann man bei seiner Ministerkollegin Heike Werner (auch Linkspartei), zuständig u.a. für Gesundheit, recht viele biographische Angaben studieren. Leider ergeben diese ein etwas wirres Bild.

So ist bei Wikipedia zu lesen, dass Frau Werner bis 1989 SED-Mitglied war und bei der FDJ-Kreisleitung arbeite, zuerst Marxismus/Leninismus und nach der Wende Erziehungswissenschaft studierte, ohne jedoch einen Abschluss zu machen. Von ihrer SED-Mitgliedschaft ist auch auf der Seite des Sächsischen Landtages, dem Frau Werner bis 2014 u.a. als Ausschussvorsitzende angehörte, die Rede. Ihr Marxismus-Studium wurde abgekürzt zum „ML“-Studium, wobei gerade Menschen aus den Altbundesländern mit diesem Kürzel nichts anfangen können.

Auf ihrer Seite des Thüringer Landtages, in dem sie seit 2019 sitzt, ist von einer SED-Mitgliedschaft plötzlich nichts mehr zu lesen. Auch ein Studium des Marxismus/Leninismus wird mit keinem Wort erwähnt (https://www.thueringer-landtag.de/abgeordnete/abgeordnete-fraktionen-sitzordnung/abgeordnetendetails/abgeordneter/heike-werner/) . Und schließlich ist ihr Lebenslauf auf ihrer Homepage noch abgespeckter – hier sind weder Angaben zur SED-Zugehörigkeit, zur FDJ-Kreisleitung noch zum „ML“-Studium zu finden (https://www.heike-werner.de/ueber-mich/). Offenbar sind derartige biographische Beschönigungen und Weglassungen fester Bestandteil der Vergangenheitsaufarbeitung der ehemaligen SED, jetzt Linkspartei. Übrigens macht Frau Werner fehlende Skandale durch einen harten Kurs gegen die Grundrechte wett. So forderte sie unlängst kategorisch u.a., dass lokale Öffnungen in Thüringen nur mit Corona-Test durchgeführt werden dürfen. Vielleicht ist unsere sympathische Gesundheitsministerin gedanklich immer noch in dem leninistischen Diktaturgedanken verhaftet, der ihr weiland an der Karl-Marx-Universität Leipzig eingebleut wurde.

Und noch etwas haben Frau Werner und Herr Holter, neben ihrer SED-Biographie, gemeinsam. Würde man ihre berufspraktische Erfahrung und fachliche Eignung für ein Ministeramt auf einer Skala von 1 (sehr gut) bis 6 (ungenügend) bewerten – sie bekämen nicht nur von mir eine glatte 7. Aber darin gleichen sie der Mehrzahl der politischen Entscheidungsträger in diesem Land, deren typische Biographie aus der Reihenfolge Kreißsaal – Hörsaal – Plenarsaal, ergänzt durch Parteiarbeit, gekennzeichnet ist. Gerade in den jetzigen Krisenzeiten, wo es Kompetenz und Klarheit bedarf, zeigen Bundes- und Landesregierungen, wie unfähig sie sind, die akuten Probleme zu lösen. Und in ihrer Arroganz glauben sie auch noch, der verständige Bürger würde es nicht merken.

Der Inzidenzwert-Trick

Statistische Tricksereien gehören seit Beginn der „Pandemie“ zu den bevorzugten Argumenten für die faktische Aufhebung unserer Grundrechte. Es bedarf keines Mathematikstudiums, um zu sehen, dass die „Zahlen“, die uns den apokalyptischen Charakter der „Corona-Pandemie“ verdeutlichen sollen, sehr willkürlich generiert werden. Dabei gilt die Regel: Hohe Zahlen = Angst und Panik bei großen Teilen der Bevölkerung. Und genau das ist gewollt, um die „Maßnahmen“ der Regierung zu rechtfertigen, sei es der Lockdown oder, wie aktuell, die Testpflicht in Betrieben.

Ein einfache Rechnung soll verdeutlichen, dass der seit Monaten als Maßstab des „Pandemiegeschehens“ geltende „Inzidenzwert“ die tatsächlichen Verhältnisse überhaupt nicht widerspiegelt.

Der „Inzidentwert“ ist die Summe der „positiv Getesteten“ innerhalb von 7 Tagen multipliziert mit 100.000 dividiert durch die Anzahl der Einwohner (z.B. eines Landkreises). Unberücksichtigt bleibt, ob nun viele oder nur wenige Menschen getestet werden.

Bsp.:

In einem Landkreis A mit 50.000 Einwohnern werden in 7 Tagen 50 Menschen positiv getestet. Insgesamt wurden 500 Tests durchgeführt. Nach der o.g. Formel beträgt der „Inzidenzwert“ (50 x 100.000/50.000) 100.

Im Landkreis B mit 50.000 Einwohnern werden ebenfalls 50 Menschen positiv getestet bei jedoch 25.000 Tests insgesamt. Der Inzidenzwert liegt hier ebenfalls bei 100.

Gleicher Inzidenzwert! Aber wie sieht es tatsächlich aus?

Im Landkreis A wurde jeder 100. Einwohner getestet, in Landkreis B aber jeder Zweite.

Jeder vernünftige Mensch sieht, dass die Situation im Landkreis B mit 0,2% Positivtests gemessen an der Gesamttestzahl deutlich entspannter ist, gegenüber 10% Positivtests in Landkreis A. Anders gesprochen: Im Landkreis A gibt es nur 400 „negativ Getestete“; in B aber 24.950!

Wo würde man sich also sicherer fühlen? Natürlich in B, weil dort fast alle Einwohner „negativ getestet“ sind. Die gleichen offiziellen Inzidenzwerte von 100 suggerieren aber für beide Landkreise die gleiche Gefahr.

Wäre es nicht seriöser, einen Wert zu berechnen, der die Zahl der Gesamttests berücksichtigt. Mathematisch ausgedrückt: Anzahl der „Positiven Tests“ dividiert durch die Anzahl der Gesamttests. In unserem Beispiel ergibt das:

Landkreis A: 50 / 500 x 100.000 / 50.000 = 0,2

Landkreis B: 50 / 25.000 x 100.000 / 50.000 = 0,004

Unterschiedliche Werte aufgrund unterschiedlicher Anzahl von Tests.

Damit wäre die Situation wohl viel besser zu beschreiben, als durch den bisher üblichen Rechenweg. Und nicht zuletzt wäre durch Berücksichtigung der Gesamttestanzahl eine objektivere Vergleichbarkeit zwischen den verschiedenen Landkreisen und kreisfreien Städten gegeben. Aber wer von den Lockdown-Fanatikern will schon Objektivität?

P.S. Bitte beachten: Über die Anzahl der falsch positiven Tests gibt es keine Verlautbarungen! Anhand vergleichender Untersuchungen dürfte diese aber im zweistelligen Prozentbereich liegen. Und nochmal: „positiv getestet“ bedeutet nicht gleich „krank“!