Impfzwang – pro und contra

mein Vortrag zu Nutzen, Risiken und Nebenwirkungen

5. Juni um 19Uhr

Kulturpraxis Gries 9 – Gera-Untermhaus

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Nein zum Impfzwang!

Die Pharmalobby ist dabei, ihren bisher größten Coup zu landen. Impfzwang soll durchgesetzt werden. Vorerst gegen die fast immer harmlos verlaufende Kinderkrankheit Masern, von der im Jahre 2018 gerade mal 544 Fälle in Deutschland gemeldet wurden. Kein einziger Fall verlief tödlich. Dennoch will der gelernte Bankkaufmann Jens Spahn (CDU) per Gesetz einen Impfzwang durchsetzen. Konkret bedeutet dies, dass ca. 600.000 Kinder, Jugendliche, Mitarbeiter in Kindergärten und Schulen sowie Ärzte, Medizinisch-Technische Assistenten, Schwestern, Pfleger und Arzthelferinnen „nachgeimpft“ werden müssen (Kosten 36 Mio. Euro). Man braucht kein Prophet zu sein, dass die Zwangsimpfung gegen Masern erst der Anfang einer pharmagesteuerten Kampagne ist, gegen Alles und Jeden impfen zu wollen. Leider haben sich Teile der Ärzteschaft dieser Kampagne kritiklos angeschlossen.

Jede Impfung ist juristisch gesehen eine Körperverletzung. Obwohl die Medien nicht müde werden, die Impfrisiken herunterzuspielen. Dabei ist der Wissenschaft durchaus bekannt, dass es auch nach Masernimpfung zu unterschiedlichsten Nebenwirkungen bis hin zum Tod kommen kann. Glücklicherweise sind diese selten; bei einer großen Anzahl von Geimpften erreichen die Absolutzahlen jedoch schnell die Tausende, wie vom Paul-Ehrlich-Institut beschrieben. (vgl.
https://www.pei.de/SharedDocs/Downloads/bulletin-einzelartikel/2013-sicherheit-masernimpfstoffe.pdf?__blob=publicationFile&v=2 ).

Zudem zeigt sich in Ländern mit Impfzwang, dass trotz hoher Impfquoten (z.B. Provinz Zhejiang VR China, Impfquote über 99% Zweifachimpfung im Alter von 8 bzw. 18-24 Monaten) es zu einer Vielzahl von Masernerkrankungen kommt. Im Jahre 2008 wurde von 12.782 Fällen von Masern nur in dieser Provinz berichtet. Trotzdem alle Kinder obligatorisch geimpft wurden. Dies weist darauf hin, dass der Infektionsschutz durch die bisherige Form der Masernimpfung nicht vollumfänglich gewährleistet ist.

Offene Grenzen und Masseneinwanderung begünstigen hierzulande den „Import“ des Masernvirus, welches sich angeblich durch „Tröpfcheninfektion“ übertragen soll. Leider gibt es für diese Form der Ansteckung keine wissenschaftlichen Beweise. Viren benötigen Zellen und können außerhalb dieser kaum überleben. Einige Virologen sind sogar der ketzerischen Ansicht, dass es „Viren“ in der bisher postulierten Form gar nicht gibt.

Gern wird als Beispiel für erfolgreiches Impfen die Ausrottung der Pocken angeführt. Dies darf jedoch getrost bezweifelt werden, da es unmöglich war, die gesamte Weltbevölkerung gegen das Pockenvirus zu impfen. Dennoch gibt es keine Pockenepidemien mehr. Krankheiten wie zum Beispiel die Pest, die im Mittelalter ganze Landstriche entvölkerte, sind auch ohne Impfung nahezu verschwunden.

Dies soll kein Plädoyer gegen das Impfen sein. Jedoch gegen den Impfzwang. Umfassende Aufklärung über mögliche Impfschäden ist dabei genauso zu berücksichtigen, wie das Recht auf Selbstbestimmung. Und schließlich haben die Väter des Grundgesetzes im Artikel 2 Absatz 2 formuliert:

„Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit.“

Deshalb: Impfen mit Vernunft – ja, Impfzwang – nein!

Immer noch ein Riesenschwindel?

Herr Baumgardt und Co., die Verantwortlichen für die Bewerbung Geras als europäische Kulturhauptstadt, haben eine Umfrage ins Leben gerufen, deren Sinn sich dem aufmerksamen Bürger nicht erschließt. Man liest dort die üblichen Plattitüden: Was gefällt, was nicht, was würde man besser machen… Innovation und Kreativität sieht anders aus. Daran ändern auch die blauen Kugelschreiber nichts, die in Ermangelung von vernünftigen Ideen unterm Volk verteilt werden. Im persönlichen Gespräch mit Herrn Baumgardt, während sein Hund an meinem Bein schleckte, war nichts weiter zu erfahren, außer dass das Wismutthema eine wichtige Rolle spielen soll. Seine Ausführungen dazu waren leider wenig substantiiert und offenbarten ein gerüttelt Maß an Unkenntnis über die tatsächlichen Gegebenheiten in unserer Stadt. Zum Thema Mitbewerberstädte und deren Internetauftritt sagte er nur süffisant, dass dies doch nur Blendwerk sei und Chemnitz, Dresden und Co. nichts zu bieten hätten. Vielleicht sollte Herr Baumgardt die Konkurenz etwas ernster nehmen. Arroganz war noch nie ein guter Ratgeber. Mein Eindruck, dass es sich bei Gera2025 um einen Riesenschwindel und eine Geldvernichtungsmaschine handelt, wurde weiter zementiert.

Natürlich ist sowas nur in dieser Stadt möglich. Andreswo hätte der Stadtrat bereits interveniert – in Gera passiert sowas immer erst, wennn das Kind im Brunnen liegt.

Die Ratte(n) aus dem Loch

Ich mag Frau Wagenknecht. Eine der wenigen Frauen im politischen Geschäft, bei denen sich Anmut, Eleganz, Attraktivität und Intelligenz auf hohem Niveau finden. Ganz im Gegensatz zu anderen Damen. Denken wir nur an Frau Nahles (SPD) und ihre unsäglichen Sangeskünste oder gar an das Duo infernale der Grünen in Gestalt von Frau Roth und Frau Künast.

Sahra Wagenknecht hatte vor Monaten gemeinsam mit ihrem Lebenspartner Oskar Lafontaine die linke Sammelbewegung „Aufstehen“ ins Leben gerufen. Trotz 170.000 Unterstützern gelang es jedoch nicht, dieser Initiative Schwung zu verleihen und maßgeblichen politischen Einfluss zu generieren. Nun hat Frau Wagenknecht die Nase voll. Ich verstehe sie gut. In dieser übersatten, pomadigen Gesellschaft ist es nicht „geil“ politisch aktiv zu sein. Und wenn, dann nur um irgendwie was mit Umwelt und Klima zu diskutieren – Themen, von denen die, die am lautesten schreien, die wenigste Ahnung haben.

Apropos Ahnung. Kaum hatte Frau Wagenknecht ihren Rückzug verkündet kamen jene Ratten als erstes aus dem Loch, die sich bisher eingedenk ihrer eigenen Unfähigkeit oder aus Angst, sich zu blamieren, bedeckt hielten. Und wenn es um Häme geht, dann steht natürlich die ehemalige Volkspartei SPD (Umfragen zur Zeit bei 16-17%) ganz weit vorn. Eine Partei, die in ihren Reihen potenzielle Baby-Mörder beherbergt (Jusos: „Abtreibung bis zur Geburt“) und die mit den Hartz-IV-Gesetzen eine Parallelgesellschaft in diesem Land errichteten, aus der es nahezu kein Entrinnen gibt. Ganz vorn in den Reihen der Schmählinge finden wir einen gewissen Herrn Kahrs (SPD) aus Hamburg, der als „twittersüchtig“ (lt. „Focus“) gilt und auch sonst, ganz in SPD-Tradition, ein buntes Kerlchen ist. Im Wahlkampf 2005 kassierte sein Kreisverband Hamburg-Mitte 60.000 Euro „Wahlkampfhilfe“ aus der Rüstungsindustrie, als deren Interessenvertreter er schon oft in Erscheinung getreten ist. Zudem ist er Mitglied in der Deutschen Atlantischen Gesellschaft (Werbeorganisation für die NATO) und im Förderkreis Deutsches Heer (Lobbyverband der deutschen Rüstungsindustrie).

Vielleicht sollte Herr Kahrs erstmal vor der eigenen Tür kehren und professionelle Hilfe für seine „Twittersucht“ suchen. Seine Affinität zum Militär kann er sicher in Mali oder Afghanistan austoben. Ein Urteil über Menschen, die ihm nicht nur intellektuell sondern auch moralisch weit überlegen sind, steht Herrn Kahrs nicht zu.

Keinen Plan?

Ein halbes Jahr vor Ende der Bewerbungsfrist für die Kulturhauptstadt 2025 ist die Internetpräsenz der Verantwortlichen unverändert eher überschaubar. Zumindest ist das Kernziel formuliert: „…die Bürger_innen in eine aktive und lebendige Kulturszene einzubinden und die Schaffung einer neuen Identität unserer Stadt“. Für ein solches Projekt wie die europäische Kulturhauptstadt erscheint dies jedoch reichlich nebulös. Zumal im weiteren Text von einer Stadt mit 150.000 Einwohnern ausgegangen wird. Da empfehle ich den Projektmanagern um Herrn Baumgardt zuerst mal einen Blick ins Einwohnerregister von Gera (Einwohnerzahl knapp 95.000). Überhaupt ist wenig Konkretes zu finden auf „gera2025.de“. Der aufmerksame Bürger würde zumindest eine Grobplanung erwarten, welche auf die Gegebenheiten in der Stadt abstellt. Davon ist leider (noch?) nichts zu lesen. Weder finden die kulturellen Traditionen (Theater, Rutheneum, Kunstsammlungen, Wismut) Beachtung, noch wird die reiche Architektur der Stadt einschließlich des Bauhauses überhaupt erwähnt. Ganz zu schweigen von der künstlerischen Vielfalt, die sich in des Ausstellungslandschaft der Stadt wiederspiegelt. Im Gegensatz zu Gera sind die Mitbewerber bereits deutlich konkreter. So findet man auf der Seite https://www.dresden.de/de/kultur/kulturhauptstadt.php ein breites Veranstaltungsangebot, von Diskussionsrunden über Lesungen bis hin zu einem Jugendkuratorium, welches sich für die Bewerbung engagiert. Im benachbarten Chemnitz ist sogar von einer „Kulturstrategie 2030“ zu lesen, welche das Projekt Kulturhauptstadt in eine langfristige strategische Planung einbindet. Gera hinkt ,wie oft, wieder mal hinterher. Es sind noch nicht einmal Bemühungen unternommen worden, Kulturbotschafter aus den Reihen der Geraer zu bestimmen, die mit Sachverstand und Enthusiasmus die Bewerbung nach vorn bringen. Für die mehrheitlich nicht aus Gera stammenden Verantwortlichen scheint sich die Kulturlandschaft unserer Stadt auf die Bierhöhler zu beschränken.

Was ist eigentlich mit der Wismutkunst? Gerade diese, als einmaliger Ausdruck einer abgeschlossenen Kunstepoche, wäre herausragend geeignet, als Aushängeschild zu fungieren. Könnte sie doch auch die von den Planern gera2025 inaugurierte Thematik der Spezifika des Ostens abbilden.

Warum finden bis jetzt weder das nationale Filmfestival „Goldener Spatz“ noch die Erfolge unseres Konzertchors aus dem Rutheneum Erwähnung? Immerhin handelt es sich bei letzterem um einen des weltbesten gemischten Jugendchöre.

Welche „neue Identität“ soll Gera nun bekommen? Die meisten Bürger erinnern sich noch an die halbherzigen Versuche, aus der Stadt eine Einkaufs-, Grün-, Sport- oder Otto-Dix-Stadt zu machen.

Insgesamt habe ich nicht das Gefühl, dass Herr Baumgardt und Co. einen ernstzunehmenden Plan für die Bewerbung Geras haben. Handelt es sich bei dem ganzen Projekt vielleicht nur um eine Geldvernichtungsmaschinerie?

Besucheransturm?

Sage und schreibe 1.500 Besucher haben sich im letzten Vierteljahr die Ausstellung „Zimelien. Kunst vom Mittelalter bis in die Gegenwart“ in der frisch renovierten Orangerie angesehen, darunter viele Schulklassen. Seitens der Presse wird dies in Ermangelung anderer kultureller Höhepunkte in der Fettguschen-Stadt als Erfolg gefeiert. Der aufmerksame Bürger nennt diese Tatsache jedoch eher beschämend. Gerade einmal 25 Besucher pro Tag können wohl kaum als Besucheransturm gewertet werden. Zum Vegleich: Im benachbarten Altenburger Lindenaumuseum bewegt sich die Besucheranzahl im fünfstelligen Bereich. Der Kulturinteressierte in Gera erinnert sich noch an die lieblose Wiedereröffnung der Orangerie im letzten Jahr, wo es die Verantwortlichen nicht einmal für nötig befanden, alle Kulturschaffenden dieser Stadt einzuladen, geschweige denn mittels dem Anlass entsprechender Außenwerbung eine überregionale Wirkung anzustreben. Man ist lieber unter sich, eine Entwicklung, welche ich bereits seit Jahren in der Kulturlandschaft dieser Stadt beobachte.

Vergeblicher Lärm

Die „Freie Ärzteschaft“, die sich als Verfechterin einer sicheren und zukunftsorientierten Medizin versteht, hat sich zur Speerspitze der Mediziner gegen das vom gelernten Bankkaufmann, Politikwissenschaftler und jetzigen Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) inaugurierte „Terminservice- und Versorgungsgesetz“ erkoren. Dieses sieht u.a. eine zwangsweise Erhöhung der kassenärztlichen Sprechzeiten und die Ausdehnung ärztlichen Notfalldienstes vor. Ein sicher hehres Ziel, das die „Freie Ärzteschaft“ da verfolgt, wenngleich es mir am Glauben gebricht, dass sie mit Aktionen, wie zuletzt am 23.1.19, überhaupt etwas erreichen. Zum einen wird Herr Spahn nicht von seinem Lieblingskind abrücken; zum anderen hat die „Freie Ärzteschaft“ gerade einmal 2.000 Mitglieder, was ca. 0,5% aller in Deutschland tätigen Ärzte und ca. 1,3% aller niedergelassenen Ärzte entspricht. Und so wird wieder viel Lärm um Nichts gemacht. Trotz der offensichtlichen Verfassungswidrigkeit des Spahnschen Gesetzentwurfs (GG Art. 12, Abs. 2: „Niemand darf zu einer bestimmten Arbeit gezwungen werden…“) wird die Bundesregierung schon aus Opportunismus gegenüber dem Volk der Arztgänger, welches ein gewaltiges Wählerpotenzial darstellt, das Gesetz durchpeitschen. Dabei geben wir Deutschen bisher schon 350 Milliarden Euro für Gesundheitskosten jährlich aus, die Umsetzung des „Termin- und Versorgungsgesetzes“ wird diesen Betrag sicher noch merklich steigern. In den Gedanken unserer unfähigen Gesundheitspolitiker spielen dabei folgende Punkte eine eher untergeordnete Rolle:

  1. Wir haben nicht zu wenig Ärzte, wir haben zu viele Patienten. (1990: 90.000 ambulant tätige Ärzte, 2016: 144.000).
  2. Der Deutsche geht im Jahr über 18x zum Arzt. Der Schwede 5x.
  3. Die Vergütungsstrukturen im kassenärztlichen Bereich sind so, dass der Arzt gezwungen ist, „Masse“ zu machen. Ein durchschnittlicher Hausarzt behandelt 60 Patienten pro Sprechstundentag.
  4. Die Budgetierung von Leistungen und Medikamenten führt dazu, dass der Arzt ungern neue, kostenseitig unkalkulierbare Patienten aufnimmt.
  5. Es wird von den Krankenkassen Krankheit und nicht Gesundheit honoriert, was dazu führt, dass eigentlich gesunde Menschen „krank“ gemacht werden.

Das neue Gesetz reiht sich in die frustranen Bemühungen früherer Gesundheitsminister um eine vermeintlich bessere Versorgung und Kostendämpfung ein. Nützen wird es nichts. Denn wir sollten uns mal vor Augen führen, dass wir in diesem Land eines der weltweit besten Gesundheitssysteme haben, welches nicht zuletzt deswegen so gut funktioniert, weil die deutsche Ärzte unfähig sind, ihre eigenen Interessen mit Nachdruck durchzusetzen. Sie arbeiten nach einer einer Gebührenordnung, welche vor 25 Jahren erstellt wurde und bis dato keine Novellierung erfahren hat, und sie haben schon jetzt eine weit überdurchschnittliche Wochenarbeitszeit und müssen mit einer immer mehr ausufernden Bürokratie zurechtkommen. Aber wenn die Kassenärztliche Vereinigung morgen sagen würde, man solle doch bitte den Schlüpfer auf dem Kopf tragen – viele meiner Kollegen würden dies diskussionslos tun, nur um ihre monatliche Apanage nicht zu gefährden.

Deshalb liebe „Freie Ärzteschaft“ macht nicht so viel Lärm um Dinge, die augenscheinlich nicht zu ändern sind. Ein grundlegendes Umdenken wäre bei allen Verantwortungsträgern im Gesundheitssystem notwendig – dieses wird aber nicht stattfinden, solange pekuniäre Aspekte eine dominierende Rolle spielen und das Motto „Gewinn vor Gesundheit“ sinnstiftend ist.

Buchempfehlung: „Ich bin ja so verschleimt! – Ein Volk geht zum Arzt“

ISBN-Nr.: 978-3740713881

Ein Riesenschwindel?

Mit großen Tönen haben die Protagonisten des Projekts „Gera2025“ die Bewerbung der Stadt als europäische Kulturhauptstadt angekündigt. Ein gutes halbes Jahr vor Ende der Bewerbungsfrist ist die Bilanz jedoch ernüchternd. Trotz finanzieller Unterstützung von Stadt und Land ist nichts Vorzeigbares entstanden. Der letzte Beitrag auf der Internetseite Gera2025 datiert vom 18. Oktober 2018 (!). Überhaupt ist wenig zu lesen vom Fortschritt der Bewerbung. Böse Zungen behaupten sogar mittlerweile, das ganze sei ein Riesenschwindel, lediglich erfunden, um irgendwelchen Projektemachern ihr Auskommen zu sichern. Rätselhaft bleibt auch, warum der Stadtrat nicht regelmäßig Rechenschaft über die Verwendung der bereitgestellten Mittel und den Fortschritt der Bewerbung einfordert und publiziert. Aber die Damen und Herren im Rathaussaal sind ja im Weggucken und Ignorieren geübt, denken wir nur an die unselige Geschichte der Stadtwerkeinsolvenz. Man kann nur hoffen, dass die Sache mit der Kulturhauptstadt nicht zum Rohrkrepierer wird und die selbsternannte Stadt der Fettguschen wieder einmal dem Hohn und Spott anderer Städte ausgesetzt wird.

Alex, der Teufelskerl

Wir haben es ja schon immer gewusst – unser Weltraum-Alex ist ein echter Teufelskerl. Nicht so ein Weichei wie andere Kosmo- oder Astronauten, welche sich nach ihrer Landung aus dem All erst tagelang an die Erdanziehungskraft wieder gewöhnen müssen. Nein, Alex machte nicht nur unmittelbar nach der Landung mit Sojus M-09 einen ausgesprochen munteren Eindruck, er gab bereits einen Tag später ein langes Interview (https://www.youtube.com/watch?v=ov9oPLmmUv0). Von wegen Weltraumkrankheit! Obwohl Herr Gerst angeblich 197 Tage im All zugebracht hat, zeigte er nach seiner Wiederkehr auf die Erde keinerlei Anzeichen von Nachwirkungen der Schwerelosigkeit. Dabei soll sich diese doch nachteilig auf den menschlichen Organismus auswirken. Bei Wikipedia ist zu lesen:

„Lang andauernde Schwerelosigkeit (zwei Monate oder länger) führt zu einer Anpassung des menschlichen Körpers an die (vor allem im Wirbelsäulen- und Beinbereich spürbare) Entlastung: Knochen- und Muskelmasse sowie das Blutvolumen schwinden, was vielen Raumfahrern bei der Rückkehr auf die Erde gesundheitliche Probleme bereitet.“

Die wesentlichsten Symptome der Raumkrankheit sind:

  • Gelichgewichtsstörungen – unser Gleichgewichtsorgan ist auf die irdische „Schwerkraft“ ausgerichtet. Ohne diese verlieren wir die räumliche Orientierung, da sich die kleinen Schwebekörper in der Flüssigkeit unseres Gleichgewichtsorgans nicht mehr danach ausrichten können und wir nicht mehr wissen, wo oben und unten ist. Es dauert in der Regel mehrere Tage, bis sich diese Funktion nach der Rückkehr aus dem All wieder reguliert.
  • Muskel- und Knochenschwund – durch die Schwerelosigkeit werden unsere Muskeln und Knochen deutlich weniger beansprucht. Nach relativ kurzer Zeit kommt es zu einer Rückentwicklung insbesondere der Muskulatur. Jeder, der schon mal einen Gips an Arm oder Bein über einen längeren Zeitraum tragen musste, kann ein Lied davon singen. Deshalb müssen die Weltraumfahrer nach der Landung auf der Erde sehr behutsam angefasst werden. Es ist ihnen meist nicht möglich, die ersten Stunden eigenständig zu gehen. Zudem müssen sie sich erst wieder an ihr Eigengewicht und die damit verbundene Anstrengung gewöhnen.
  • Sehverlust – in Schwerelosigkeit ändern sich aufgrund des nach oben steigenden Blutes die Druckverhältnisse in den Augen, was wiederum Sehverlust zur Folge hat.
  • Gesichtsschwellung – ohne Schwerkraft steigt >Körperflüssigkeit nach oben und lagert sich im Gesicht ein. Es dauert geraume Zeit, bis dieser Zustand unter irdischen Bedingungen reversibel ist.

Es gibt noch eine Vielzahl von anderen gesundheitlichen Störungen, welche durch Schwerelosigkeit verursacht werden. Doch bei unserem Weltraum-Alex war von alledem nichts zu sehen; er taumelte nicht, war kräftig wie eh und je, ging Stunden nach der Landung bereits wieder mit festem Schritt, brauchte keine Brille und sein Gesicht sah aus wie eh und je. Übrigens konnte man bei den unzähligen Live-Übertragungen aus der ISS weder bei Alex noch bei seinen Mitbewohnern irgendwelche Anzeichen einer Raumkrankheit sehen – dafür tauchten Halteseile und manch andere Ungereimtheit auf. Was passiert wirklich auf der ISS?



Siehe auch:
https://www.youtube.com/watch?v=mYrx9loOCIM
https://www.youtube.com/watch?v=WpZlR1ZAhaQ