Offener Brief an den Bildungsminister des Freistaates Thüringen, Herrn H. Holter

Sehr geehrter Herr Holter,

seit dem 17. März findet an den Thüringer Schulen kein Regelunterricht mehr statt. Wir alle erleben eine völlig neue Situation, deren Folgen, auch für Leib und Seele unserer Kinder noch nicht absehbar sind. Völlig unvorbereitet und ohne Konzept wurden die Kinder in häusliche Aufbewahrung abgegeben, in dem irrigen Glauben, man könne doch vollumfänglich  „digital“ unterrichten. Dabei wurde nicht einmal hinterfragt, ob jeder Schüler überhaupt über internetfähige Geräte und einen Internetzugang verfügt. Auch über die Kosten, die damit verbunden sind, haben Sie sich offenbar keine Gedanken gemacht..

Glaubten Sie und ihrer Kollegen in den anderen Bundesländern wirklich, es könne hierzulande nie eine Pandemie geben? Trotz Vogel- und Schweinegrippe, die vor nicht allzu langer Zeit auftraten? Warum wurden keine sichtbaren Vorbereitungen getroffen? Warum stehen keine Tablets oder Laptops zur Verfügung, damit in virtuellen Klassenzimmern gelehrt werden kann?  Die Schule soll Wissen vermitteln und nicht die Schüler nur mit Hausaufgaben füttern, wie es notgedrungen jetzt passiert.

Auch die Lehrer wurden in dieser Situation völlig allein gelassen. Anstatt tragfähige Katastrophenkonzepte zu entwickeln, haben Sie und Ihre Ministerkollegen sich eher mit solch schwerwiegenden Fragen wie der Ausweitung  des Sexualkundeunterrichts befasst. Warum gibt es vom Ministerium keine Lehrmittel, wie z.B. Lehr-Videos, die den Unterrichtsstoff den Schülern nach Hause bringen können? Was nützt Ihre neue Schulcloud, die sage und schreibe sieben Wochen nach dem Schließen der Schulen fertig geworden ist, wenn viele Haushalte und Einrichtungen nicht mal über schnelles Internet verfügen?

Als Vater und Vorsitzender eines Schulfördervereins fordere ich Sie auf:

– Schaffen Sie schleunigst Planungssicherheit im Hinblick auf die Fortsetzung des Unterrichts und das Nachholen des versäumten Lernstoffs!

– Sorgen Sie für eine umgehende Modernisierung der Schulen und Lehrmittel!

– Stellen Sie Mittel zur Verfügung, damit auch sozial schwache Schülerinnen und Schüler an digitalem Unterricht teilhaben können!

Es ist für Kinder, Eltern und Lehrer nicht mehr hinnehmbar, dass das planlose Agieren der Politik den Bildungsweg zukünftiger Generationen gefährdet.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. René Keßler, Gera                                                                                 9.5.20

Eine, die aufpasst!

In einer kleinen Stadt im Osten des Landes lebt eine Frau, die geht nicht nur einem ehrenwerten Beruf nach, sie ist auch Mitglied in einer ehemaligen Volkspartei, die hierzulande immerhin 8% Wählerzustimmung hat. Dann, als das kleine böse Virus kam, hatte sie die Idee, die Menschen um sie herum noch besser vor Tod und Verderben zu bewahren. Da spielt es auch gar keine Rolle, dass das kleine böse Virus in der kleinen Stadt fast keine Opfer fordert. Nein, unisono mit ihren Freunden aus der Linkspartei und anderen führenden Virologen ist die Frau stets darauf bedacht, die Menschen zu schützen. Koste es, was es wolle. Nun haben aber einige Menschen in der kleinen Stadt begriffen, dass das kleine Virus offenbar doch nicht so böse ist, wie es die große Mutter in Berlin, der weise Vater in Erfurt und deren Mietmäuler immer wieder betonen. Sie haben es einfach satt, nicht mehr ihrem Broterwerb nachgehen zu können, ihre Kinder 24 Stunden am Tag beaufsichtigen zu müssen, da alle Kindergärten und Schulen geschlossen sind, dass sie putzigen Gesichtsschmuck tragen müssen und nicht mal mehr eine Limonade in ihrer Lieblingskneipe trinken dürfen. Diese Menschen sagen, dass es ein schmales Büchlein gibt, das da heißt Grundgesetz. Ja, man kann einwenden, dass es hier nur ein Gesetz und keine Verfassung ist, aber dennoch stehen ein paar interessante Dinge drin. Zum Beispiel, dass die Würde des Menschen unantastbar ist, dass man sich versammeln und reisen darf, dass die Familie unter besonderem Schutz steht usw. usf.. Vielleicht hat die Frau dieses Büchlein noch nicht gelesen, dabei kann man es selbst im weltweiten Netz ohne Probleme finden. Anders ist es ja nicht zu erklären, dass sie jetzt die Menschen, die sich ihrer Meinung nach nicht wohlgefällig verhalten und die sagen, dass die Sachen, die in dem Grundgesetz stehen, doch ihre Gültigkeit behalten sollten,  bei Polizei und Staatsanwaltschaft anzeigen will. Vielleicht liegt es daran, dass es in ihrer Partei, jener mit den 8% Wählerstimmen, eine schöne Tradition ist, sich im Gleichschritt mit denen zu bewegen, die gegen die Grundrechte der Menschen marschieren. Man denke nur an den Beschluss der jungen Leute in dieser Partei, die vor Monaten die Abtreibung ungeborenen Lebens bis zum Zeitpunkt der Geburt forderten. Oder an das Vermächtnis eines ihrer Vorsitzenden, der gern Zigarre rauchte und es gemeinsam mit einer anderen Partei, die Drogen legalisieren will und scheinbar auch nichts gegen Sex mit Minderjährigen einwendet, vermocht hat, Abermillionen in diesem Land in eine perspektivlose Situation zu bringen. Dieser Zustand, benannt nach einem straffälligen VW-Manager und nicht nach einem deutschen Mittelgebirge, führt heute dazu, dass in Deutschland jedes fünfte Kind in Armut lebt. Oder denken wir an den Herrn Lauterbach, den mit der Fliege. In seiner Diktion erinnert dieser nicht wenige an Karl-Eduard von Schnitzler, was nicht nur am gemeinsamen Vornamen liegt. Fliegen-Karl war früher Mitglied in der mittlerweile sozialistischen CDU, wechselte zu den Sozen, saß etliche Jahre im Aufsichtsrat der Heuschrecke Rhön AG und würde am liebsten unser Land bis 2030 unter strengste Quarantäne stellen.

Ja, die Partei der kleinen Frau bringt schon merkwürdige Menschen hervor. Darunter sind Märchenonkel, bösen Hexen und Milchgesichter. Aber zurück zu der Frau. Sie ruft jetzt im weltweiten Netz dazu auf, ihre Mitmenschen anzuzeigen, die einfach mal spazieren gehen möchten und damit ihrer Meinungs- und Versammlungsfreiheit Rechnung tragen. Wir wissen nicht, ob die Frau zu viel Stasiliteratur gelesen hat, oder ob sie einfach nicht versteht, dass Freiheit ein elementarer Bestandteil der Demokratie ist. Vielleicht sollte sie erst mal das kleine Büchlein namens Grundgesetz lesen, darüber nachdenken, sich unter Umständen professionelle Hilfe holen und einfach mal ganz still sein. Wir wünschen ihr jedenfalls gute Besserung.

HINWEIS

Bitte beachten Sie die behördlichen Auflagen! Verhalten Sie sich wohlgefällig und sittsam. Halten Sie Abstand zu Risikogruppen! Halten Sie auch Abstand zur SPD! Achten Sie auf mögliche Denunzianten!

Lügner, Heuchler und Verrückte

Nun ist es wohl soweit. Die feuchtesten Tträume unserer Politiker werden endlich wahr. Basierend auf Lügen und Halbwahrheiten, verbreitet von einer Medienlandschaft, die großteilig ihre Verpflichtung zu sachlicher Berichterstattung völlig ignoriert, kann jeder dahergelaufene Bürgermeister oder Landrat eine Art Notstand für seinen Verantwortungsbereich ausrufen. Selbst die größte administrative Flachzange darf jetzt ungestraft die Grundrechte außer Kraft setzen. Und unsere Rechtspflege, die diesen Namen wohl nicht mehr verdient, schaut tatenlos zu. Die Landesfürsten von Flensburg bis Garmisch überbieten sich in Behutsamkeit und Vorsicht, während der Kanzleramtsminister den Notstand am liebsten bis 2021 verlängern würde. Dabei hat das deutsche Volk mit Notverordnungen und Ermächtigungsgesetzen keine guten Erfahrungen gemacht.

Dummerweise kann das imaterielle Coronavirus nicht mit ein paar Panzerdivisionen oder ABC-Waffen getilgt werden. Ich bin sicher, angesichts der markigen Reden einiger Politiker würde man solche Maßnahmen auch in Erwägung ziehen, wenn sie erfolgversprechend wären.

Selbst die Granden aus Muttis Wuffi-Wuff-Patei, der sozialistischen CDU/CSU, machen jetzt auf große Feldherren und trompeten gemeinsam mit Sozen, Linken und Grünen mit fragwürdigen Maßnahmen zum Kampf gegen Corona. Auch ein gewisser Herr Söder, der regelmäßig vor der großen Mutti in Berlin einknickt, geriert sich als großer Krisenmanager, während sein Parteigenosse Dreh- Verzeihung Seehofer abgetaucht ist. Wobei man in seinem Fall nur inständig hoffen kann, dass seine Quarantäne noch lange anhält. Schließlich zählt er ja mit seinen über 70 Lenzen zur Risikogruppe. Da befindet er sich in guter Gesellschaft. Auch die Herren Bouffier (68) und Kretschmann (fast 72) haben sich altermäßig bereits in die Riege des letzten Politbüros der SED geschoben.

Apropos Risikogruppe. Es gilt mittlerweile als sicher, dass das böse Virus fast ausschließlich Alte und Gebrechliche betrifft. Dies ist übrigens bei jeder Epidemie so! Man braucht kein Arzt zu sein, um zu ahnen, dass der überwiegende Teil der Coronatoten in den nächsten Monaten eh gestorben wäre. Schaue ich zu Hause zum Fenster raus, stelle ich jedoch mit Entsetzen fest, dass die Botschaft „Wir bleiben zu Hause“ bei der Ü70-Generation noch nicht angekommen ist. Mehr oder weniger rüstige Senioren ergehen sich auf den Straßen und sorgen für eine gute Auslastung der Supermärkte. Interessanterweis werden unsere Kinder mit massiven Einschränkungen bedacht, obwohl sie nahezu nie erkranken; hingegen die gefährdeten Alten sich nach Herzenslust bewegen können. Ich habe fast den Eindruck, man will an verantwortlicher Stelle dazu beitragen, dass die Epidemie ja nicht so schnell abklingt.

Zur allgemeinen unverantwortlichen Panikmache wird gern die Mathematik bemüht. Nun weiß ich nicht, welche Noten die Herren aus dem Institut, dass den Namen des Wissenschaftsfälschers Robert Koch trägt, oder auch der Hofvirologe der Bundesregierung Prof. Drosten in Mathe hatten. Besieht man sich einige ihrer Aussagen genauer, so sind sie scheinbar nicht über die Grundrechenarten hinausgekommen. Vielleicht ist das auch der Grund, warum Herr Drosten immer ein wenig abwesend dreinschaut.

Kleine Hilfestellung: Wenn ich den Durchseuchungsgrad einer Population nicht kenne, kann ich nicht sagen, wer wieviele andere Menschen ansteckt. Dazu müsste man wesentlich mehr Menschen testen, um zu validen Ergebnissen zu kommen. Ich schätze, dass wir in Deutschland etwa eine halbe bis ein Million „Virusträger“ haben, von denen die allermeisten keinerlei Symptome haben. Das wären übrigen auch nur 1,2% der Gesamtbevölkerung. Allein diese Überlegung verdeutlicht schon, wie unverhältnismäßig die „Schutzmaßnahmen“ sind.

Die Qualitätsmedien gefallen sich seit Wochen im Herbeireden von medizinischen Katastrophen, ohne dass diese bisher eingetreten sind. Seriös wäre ohnehin nur die Erfassung der ERKRANKTEN, also jener Patienten, bei denen unzweifelhaft ein Zusammenhang zwischen Virus und Krankheit hergestellt werden kann. Aber auch darüber erfährt man bei Tagesthemen, Heute oder MDR Thüringen Journal nichts. Vom Gossenjournalismus der Privatsender ganz zu schweigen. Einige renommierte Gerichtsmediziner (z.B. prof. Püschel, Hamburg), die die „Corona“-Toten oduziert haben, kommen übrigens auf ganz andere Zahlen als die Zählkünstler im Koch-Institut oder gar bei unseren amerikanischen Freunden an der Hopkins-Universität. Ich habe den Eindruck, wenn man zufällig Virusträger ist und vom LKW überrollt wird, zählt man bei diesen Herrschaften selbstverständlich als Coronatoter.

Wir werden sicher in Zukunft unsere Geschichte unterteilen in die Zeit vor und nach Corona. Und wir werden in Zukunft erleben, wie tausende kleine Betriebe verschwinden werden, Millionen von Menschen müssen Kredite aufnehmen und sich in Abhängigkeit der Banken begeben. Derweil VW erstmal seine Dreckschleudern verkaufen kann, die auf versteckten Halden geparkt sind. Das mühsam durch massive „Staatshilfen“ wieder mal gekittete Finanzsystem wird nochmal gerettet werden müssen, mit Preissteigerungen, Steuererhöhung und Enteignung des Privatvermögens. Auch die Pläne für weitere Zwangsimpfungen, Überwachungsapps und Abschaffung des Bargelds liegen bereits in den Tresoren der Herrschenden. Und da man nun weiß, wie willig die Deutschen sich selbst kasteien, nur weil ein paar wenige von ihnen an einem Virus erkrankt ist, von dem man mir bei Wikipedia noch nicht mal ein glaubhaftes Foto zeigen kann.

Sämtliche Einschränkungen in der Zukunft werden mit dem Hinweis auf eine „Pandemie“ gerechtfertigt, mittels nunmehr erprobter Panikmache vertieft und mit pseudowissenschaftlichem Gelaber erklärt. (Ist eigentlich schon mal aufgefallen, dass in den „Expertenrunden“ sich zwar mainstreamige Journlisten, insuffiziente Politiker und meist die gleichen Virologen rumtreiben, aber fast kein klinisch tätigiger Arzt, geschweige denn ein Hausarzt zu Wort kommt?).

Besehe ich mir, was in diesem Land und mit seinen Menschen los ist, so bin ich geneigt, tatsächlich an eine Pandemie mit Abermillionen Erkrankten zu glauben.

Ich nenne sie Hirn-Corona!

Aus dem Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland

Art 19 

(1) Soweit nach diesem Grundgesetz ein Grundrecht durch Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes eingeschränkt werden kann, muß das Gesetz allgemein und nicht nur für den Einzelfall gelten. Außerdem muß das Gesetz das Grundrecht unter Angabe des Artikels nennen.

(2) In keinem Falle darf ein Grundrecht in seinem Wesensgehalt angetastet werden.

(3) Die Grundrechte gelten auch für inländische juristische Personen, soweit sie ihrem Wesen nach auf diese anwendbar sind.

(4) Wird jemand durch die öffentliche Gewalt in seinen Rechten verletzt, so steht ihm der Rechtsweg offen. Soweit eine andere Zuständigkeit nicht begründet ist, ist der ordentliche Rechtsweg gegeben. Artikel 10 Abs. 2 Satz 2 bleibt unberührt.

Die Corona-Diktatur

Ruft man den Begriff „Corona-Virus“ in den elektronischen Suchmaschinen auf, so werden einem lustige bunte Bildchen gezeigt, die scheinbar einem Science-Fiction-Roman entsprungen sind. Mithilfe einer einfachen Software lassen sich diese Phantasieprodukte, die zudem nicht mal einheitlich sind, als computeranimiert entlarven. Gleichzeitig wollen uns einige Virologen weismachen, dass der in Rekordzeit entwickelte und so keineswegs ausgereifte Corona-Test zu 97% (Herr Dalpke, Uni Dresden) bzw. zu 99,9% (Herr Liebert, Uni Leipzig) zuverlässig sei. Wie sie auf diese völlig utopischen Zahlen kommen, ist absolut rätselhaft. Interessanterweise wird in fast allen Verlautbarungen verschwiegen, dass der „Corona-Test“ immer ein indirekter Virusnachweis ist. Dummerweise sind Viren so klein, dass sie nur unter einem Elektronenmikroskop sichtbar gemacht werden können. Wobei immer noch die Schwierigkeit besteht, ob das dort Gesehene tatsächlich ein Virus oder einen Zellbestandteil zeigt. Demzufolge wäre es zur Überprüfung der Tetstgenauigkeit logisch, sowohl die positiven als auch die negativen Corona-Antikörper-Tests durch einen direkten Virusnachweis, d.h. eine elektronenmukroskopische Untersuchung auf die Anwesenheit des Corona-Virus zu verifizieren. Dies hat meiner Kenntnis nach jedoch nicht stattgefunden bzw. findet nicht statt. Somit sind die Aussagen der beiden sächsisch-freistaatlich alimentierten Herren Dalpke und Liebert sehr kritisch zu sehen.

Nun muss jedoch dieses Corona-Virus als Alibi für eine in einer Demokratie noch nie dagewesene Einschränkung der Grundrechte herhalten. Nüchtern betrachtet sind gerade einmal 0,12% aller Deutschen infiziert (Stand 9.4.20), wobei diese Zahl noch etwas ansteigen wird. Ohnehin habe ich den Eindruck, dass große Teile der „Qualitätsmedien“ fast bedauern, dass die Zahlen der Infitierten und Toten nicht stärker ansteigen. Perdiferweise werden diese dann instrumentaliesiert, um eine de-facto-Aufhebung der Grundrechte zu rechtfertigen. Jeder Landrat, Bürgermeister oder Ministerpräsident kann scheinbar per Dekret nach eigenem Gutdünken Versammlungen verbieten, Maskenzwang anordnen oder Geschäfte schließen. Rechtsgrundlage ist das Infektionsschutzgesetz. Die Verhältnismäßigkeit des Maßnahmen wird dabei nach meiner Wahrnehmung nicht hinreichend geprüft. Dabei steht bisher der schlagende Beweis aus, dass die scheibchenweise, bundeslandspezifisch angeordneten Beschränkungen zu einer drastischen Reduktion der Infektionen geführt haben. Es ist hinlänglich bekannt, dass jede Epidemie zu Beginn meist eine steile Anstiegskurve hat, die zunehmend abflacht, um dann wieder auf nahezu Null zurückzugehen. Mit und ohne „Maßnahmen“.

Vielmehr verstärkt sich der Eindruck, dass mit dem Corona-Virus ein (willkommener?) Anlass für eine permanente Aufweichung oder gar Abschaffung der Grundrechte gefunden wurde. Und dies nicht nur in Deutschland, wo seit Wochen das Robert-Koch-Institut (benannt nach einem Wissenschaftsfälscher) die absolute Deutungshoheit über Alles, was mit Corona zusammenhängt, innehat. Flankiert von ein paar Ordinarien für Mikrobiologie, die sich freuen, endlich auch mal was sagen zu dürfen, werden täglich fast genüsslich die Infektions- und Todeszahlen präsentiert. Wobei insbesonders letztere skeptisch zu sehen sind. Nicht jedes „Corona-Opfer“ ist tatsächlich aufgrund der Virusinfektion gestorben. Allein die Tatsache eines positiven Tests lässt jeden Gestorbenen in die Statistik einfließen.

Kritische Stimmen wie z.B. die des Mikrobiologen Prof. Dr. Sucharit Bhakdi werden weitgehend unterdrückt. Gleichzeitig erzählen uns die „Qualitätsmedien“ krude Geschichten vom drohenden Zusammenbruch des deutschen Gesundheitssystems, derweil in fast allen großen Kliniken Däumchen gedreht werden, weil die große Corona-Welle einfach noch nicht kommen will.

Vielleicht haben Diejenigen Recht, die behaupten, dass die aufgebauschte Berichterstattung über Corona andere, maßgebliche Probleme verdecken soll. Vielleicht ist das fragile Weltfinanzsystem zusammengebrochen und muss nun mit „Hilfsprogrammen“ gerettet werden. Vielleicht ist auch die Autoindustrie pleite und kann durch die staatlich erzwungene Kurzarbeit endlich ihre geheimen Neuwagen-Halden abschmelzen. Oder vielleicht wird mit der „Corona-App“ einfach nur ein weiterer Schritt zu einer umfassenden Überwachung der Bevölkerung eingeleitet. Gerade hier sollte man nicht so naiv sein und ernsthaft glauben, dass diese Überwachungsmechanismen nach der Corona-Zeit wieder aufgehoben werden.

Als Mediziner sehe ich noch einen ganz anderen Aspekt. Sowohl die Weltgesundheitsorganisation WHO als auch das Robert-Koch-Institut und noch viele andere wissenschaftliche Einrichtungen werden u.a. von der Bill-Gates-Stiftung finanziert. Weiß man, welche Ziele Herr Gates verfolgt, dann liegt es nahe, dass wir eine neue Phase von Zwangsimpfung und chemischer Kriegsführung gegen erfundene und tatsächliche Mikroben erleben werden. Die Pharmalobby lacht sich jetzt schon ins Fäustchen.

Verabschieden wir uns ein gutes Stück von liebgewonnenen Gewohnheiten wie dem ungezwungenen, unbeobachteten Zusammensein mit Freunden und Bekannten; verabschieden wir uns von der Freizügigkeit, überall hinreisen zu können und richten wir uns auf eine neue, andere Zeit ein.

Grundrechte? Das war einmal.

Ohnmacht und Aktionismus

Scheibchenweise und ohne erkennbare Systematik wird das öffentliche Leben wegen des ach so bösen Corona-Virus lahmgelegt. Auch die Wirtschaft hat zu leiden. Weniger am Virus direkt als an der Hilflosigkeit der Politik. Hier zeigt sich in aller Deutlichkeit, dass in den Bundes- und Landesregierungen beschämende Unfähigkeit offenbar wird. Offenbar hat man es die letzten Jahrzehnte verabsäumt, einheitliche Katastrophenpläne zu erarbeiten. Aber es ist noch viel perfider: Anstatt z.B. sofortige Steuererleichterungen für betroffene Kleinst- und Kleinbetriebe auf den Weg zu bringen, werden, wie immer in solchen Fällen, die Füllhörner staatlicher Hilfe über den Großkonzernen ausgeschüttet. Damit diese ihre Vorstände weiterhin in Millionenhöhe alimentieren können. Warum werden VW, Lufthansa und Co., die Milliardenumsätze generieren, nicht verpflichtet, einen Notfond einzurichten, der aus ihren Gewinnen gespeist wird und im Katastrophenfall zur Verfügung steht?

Die Kleinbetriebe, besonders im Dienstleistungsbereich, im Handwerk, Handel und Gastronomie bleiben völlig alleingelassen. Nicht wenige werden die Krise nicht überleben. Ihre Interessenvertreter finden sich dabei weder weder von Links noch Rechts im politischen Spektrum. Während die Linken sicher sehr traurig sind, in Seuchenzeiten ihre gewaltbereiten Antifa-Truppen zu Hause lassen zu müssen, jammert die AfD immer noch über die Wahlereignisse in Thüringen, anstatt sich als Interessenvertreter des kleinen Mannes zu präsentieren. Man überlässt den Amateutruppen in den Regierungen das Heft des Handelns und gefällt sich unverändert in ideologischen Grabenkämpfen. Entgegen vollmundigen Wahlkampfbeteuerungen haben die Parteien keinerlei Ideen, wie vernünftig mit den aktuellen Gegebenheiten umzugehen ist. Ja, man hat sogar den Eindruck, dass Erleichterung allerorten darüber herrscht, dass nicht nur der gelernte Volkswirt Spahn (CDU) nunmehr versucht, sich als Krisenmanager zu profilieren, nein, auch dass die große Kanzlerin sich in den Regulationsmechanismus eingeschaltet hat. Sicher sehr zur Freude ihrer Jünger.

Dabei sind die mittlerweile auf den Weg gebrachten Maßnahmen zwar vergleichbar mit einem Ausnahmezustand, jedoch zielen sie in die völlig falsche Richtung. Man könnte ketzerisch sagen: 2015 haben wir die Flüchtlinge unkontrolliert ins Land gelassen, um danach zu sehen, was passiert. Mit dem Virus wurde jetzt in gleicher Weise verfahren. Zudem trägt die von den Regierenden stetig vorangetriebene Globalisierung ein Übriges zur Krankheitsverbreitung bei.

Geradezu peinlich nehmen sich die Maßnahmen im Bildungswesen aus. Trotz des bereits seit Jahren anhaltenden Geschwafels von „Digitalisierung“ ist eines der reichsten Länder der Welt nicht in der Lage, jeden Schüler zu Hause mit einem Laptop auszustatten und Online-Unterricht durchzuführen. Auch hier entpuppt sich auf drastische Weise die absolute Unfähigkeit einer Politik, wo zwar viel geredet, aber nichts getan wird. Oder will man, dem Trend der letzten Jahrzehnte folgend, die Kinder und Jugendlichen immer dümmer halten, damit sie in der Perspektive leichter regierbar sind?

Im MDR wurde gestern eine Ausweitung der Tests in Ausssicht gestellt – ein völlig irriges Unterfangen, lediglich geeignet, die bereits grassierende mediale Panikwelle weiter anzuheizen. Wozu nützt ein (keinesfalls hundertprozentig zuverlässiger) Virustest, wenn es keine Behandlung gibt?

Anstatt die Verbreitungsmechanismen von Infektionskrankheiten neu zu überdenken, suchen die Virologen verzweifelt nach „Infektionsketten“. Diese scheinen jedoch gar nicht zu existieren, wie ist es sonst zu erklären, dass selbst Menschen erkranken, die so gut wie keinen Kontakt zur Außenwelt, geschweige denn in die Epidemiegebiete hatten?

Vielleicht muss Corona auch einfach nur herhalten, um den sicher bald folgenden Crash des europäischen Finanzsystems für den Bürger zu erklären. Damit gewinnt das Politikversagen einen schicksalhaften Deckmantel unter dem sich die Verantwortlichen verstecken können. Opfer wird wie immer die Mehrheit sein, die der Ehrlichen und Wertschöpfenden.

Viruswahn

Letztes Jahr wurden die Deutschen wieder mal von einer furchterregenden Masernepidemie heimgesucht, so zumindest wollten es uns von der Pharmalobby gekaufte „Experten“ und die Journaille aus Presse, Funkt und Fernsehen weismachen. Und so wurde in einem Land, wo nicht vor allzulanger Zeit Menschen zwangssterilisiert wurden, seit langem wieder eine medizinische Zwangsmaßnahme durchgepeitscht. Unter Androhung von Strafe für Verweigerer führte die Bundesregierung die Impfpflicht für Masern ein- eine völlig harmlose Kinderkrankheit. In den Chefetagen der Pharmariesen knallten bestimmt die Sektkorken, wurde doch mit die Impfpflicht endlich politischerseits der Startschuss für weiterer „Pflichten“ gegeben. Ich prophezeie für das nächste Jahrzehnt weitere Zwangsimpfungen, Zwangsvorsorge und vielleicht auch Beugehaft für die Gegner dieser Maßnahmen.

Von Masern ist aktuell nichts zu hören; selbst die mittlerweile über 200 Grippetoten hierzulande finden kaum Erwähnung. Dafür sucht uns eine neue Form der im kalten Krieg oft beschworenen „Gelben Gefahr“ – einer Invasion aus China, heim. Ein Virus mit dem hübschen Namen COVID-19 oder Corona (deutsch Krone) ist scheinbar in einer chinesischen Provinz aus dem Nichts entstanden, breitet sich rasant aus und befällt mittlerweile auch Menschen, die nichts mit China zu tun hatten. Derweil sabbeln die „Experten“ von Infektionsketten, ohne uns erklären zu können, wie das Virus urplötzlich in entlegenen Regionen der Alpen oder im Saale-Holzland-Kreis auftauchen kann. In einem geschmeidigen Bogen hat das böse Virus unsere östlichen Nachbarn erreicht und verursacht Panik allerorten. Dabei sind die Maßnahmen, die ergriffen oder empfohlen werden, allesamt insuffizient:

  • Isolation und Quarantäne sind nur sinnvoll bei absolut stringender Durchführung, das schließt z.B. auch eine Separierung des Abwassers ein, dies wird jedoch nicht getan
  • Händeschütteln ist zwar obsolet, jedoch fassen wir die selben Türklinken an öffentlichen Gebäuden oder Institutionen an
  • Gesichtsmasken nützen fast nichts – haben jedoch eine psychologische Wirkung

Das Hauptproblem bleibt jedoch die Erklärung des Ansteckungsweges und die Prognose der Ausbreitungsgeschwindigkeit. Es fehlen bis heute harte wissenschaftliche Beweise, dass sich „Viren“ durch „Tröpfcheninfektion“ von Mensch zu Mensch verbreiten. Dummerweise haben Viren keinen eigenen Stoffwechsel und können bekanntermaßen nur in der lebenden Zelle überleben. Für eine „Ansteckung“ müssten also in erster Line lebende Zellen übertragen werden. Übrigens tun sich die Mikrobiologen immer noch sehr schwer damit, Viren zu isolieren. Zwar präsentiert man uns zum Teil niedliche Fotos, die angeblich ein Virus zeigen sollen. Beweisen kann man es mir jedoch nicht. Interessanterweise wurden binnen kürzester Zeit Testverfahren zum „Nachweis“ des Coronavirus angeboten, obwohl das Virus selbst erst seit wenigen Monaten überhaupt bekannt ist. Normalerweise braucht es riesiger Testserien, um die Zuverlässigkeit eines Tests zu beweisen, bei Corona schien diese Grundregel offenbar nicht zu gelten. Ein einfaches Rechenexempel soll die Unzuverlässigkeit der Tests verdeutlichen:

Gehen wir von einer 99-prozentigen Testsgenauigkeit für den Coronanachweis aus. Wobei dieser hohe Wert bisher von keinem mir bekannten Virus-Nachweis-Test erreicht wurde! Gehen wir weiterhin davon aus, dass der Virus 10% der Gesamtpopulation befällt (ebenfalls ein vergleichsweise hoher Wert).

Bei 10.000 Tests (9.000 Gesunde, 1.000 Kranke) ergibt sich folgendes Bild:

  • von 9.000 Gesunden werden 90 falsch positiv getestet
  • von 1.000 Kranken werden 10 falsch negativ getestet
  • das bedeutet 100 falsche Tests (90+10)
  • von den 1080 positiven Tests sind 990 tatsächlich krank (91,7%)
  • 8,3% sind demzufolge trotz positivem Test gesund
  • 0,1% sind trotz negativem Test krank

Also fast jeder zehnte positive Testpatient ist NICHT krank! Das zum Thema Testgenauigkeit. Oder anders: Von 100.000 positv getesteten Chinesen sind 8.300 gar nicht vom Virus befallen!

Noch ein Aspekt wird nahezu völlig außer Acht gelassen. Nach Expertenmeinung liegt die Sterblichkeit beim Corona-Virus bei 0,5%, wobei in ertser Linie wie bei allen Infektionskrankheiten alte Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen gefährdet sind. Wenn nun bei einem 80-Jährigen das Virus nachgewiesen wird und dieser stirbt, stellt sich immer noch die vernünftige Frage, ob er tatsächlich DURCH das Virus oder einfach nur altersbedingt gestorben ist.

Trotz dieser Argumente wird in einer bisher einzigartigen konzertierten Aktion von Medien und Politik Panik verbreitet, Menschen werden eingesperrt und eine Art Ausnahmezustand verhängt. Vielleicht ist dies auch nur der Vorgeschmack auf Kommendes. Die amerikanischen Horrorfilme stellen jetzt bereits ein Szenario von Epidemien in Aussicht, das geprägt ist von Angst, Gewalt und staatlichen Repressionen. Man darf auf das nächste Virus gespannt sein.

Nationale Front 2.0

Nch dem grandiosen Scheitern von Herrn Ramelow bei der Wahl des Ministerpräsidenten des Freistaates Thüringen fordern nunmehr die Linken die CDU auf, ihn doch im Falle einer Neuwahl zu wählen. Zwar ziert sich die ehemalige christlich-demokratische Volkspartei noch, aber die Kanzlerin hat ja sofort gefordert, dass die Wahl des FDP-Kandidaten Kemmerich „rückgängig“ gemacht werden muss. Dieser ist mittlerweile zurückgetreten und hat somit den Weg für Neuwahlen frei gemacht. Jetzt kann endlich der schon längst fällige Schulterschluss zwischen CDU und den Linken vollzogen werden. Wer sich dagegen stellt, bekommt den Zorn von Frau Merkel zu spüren. So auch der CDU-Mann Hirte, der es gewagt hatte, dem demokratisch gewählten Ministerpräsidenten Kemmerich zu gratulieren. Flugs wurde er von Frau Merkel unter Missachtung allgemeiner Gepflogenheiten aus dem Amt des Ostbeauftragten der Bundesregierung gejagt. Sein direkter Vorgesetzter, Bundesminister Altmaier (CDU), wurde bei dieser Personalie einfach übergangen. Gegenwehr brauchte die Kanzlerin jedoch nicht zu fürchten. Altmaier gehört seit Jahren zu dem Heer der Pfötchengeber und Männchenmacher in den Reihen der CDU, die vor der Kanzlerin kuschen und deren strammen Links-Kurs unterstützen. Geht es doch nicht nur um die Gnade der ehemaligen Agit-Prop-Sekretärin sondern auch um vordere Listenplätze bei der nächsten Bundestagswahl. Da stört es auch nicht, dass das Vorgehen der Kanzlerin einer Säuberungsaktion ähnelt, wie sie man eigentlich nur in autoritären Systemen kennt. Man darf gespannt sein, welche wackeren CDU-Mitglieder noch aussortiert oder zum Rücktritt gezwungen werden, nur weil sie es an Jubelgeschrei oder Folgsamkeit mangeln lassen.

So wird das kleine Thüringen wohl eine Renaissance jener „Nationalen Front“ erleben, die einst als Konglomerat aus SED und Blockparteien (inklusive CDU) die DDR beherrschte. Damals hatte die SED auch keine Mehrheit im Parlament und war bei der Gesetzgebung u.a. auf „Liberale“ (LDPD) und „Christdemokraten“ (DDR-CDU) angewiesen. Dennoch konnten die Genossen gewiss sein, dass die „Diktatur des Proletariats“ gemäß ihren Vorstellungen auch von den anderen Parteien mit durchgesetzt wurde. Wozu diese Machtanmaßung dann 1989 geführt hat, ist hinlänglich bekannt.

Sollte sich dieses Bündnis wiederholen, wird es zweifellos zu einem neuen Schub an Politikverdrossenheit beim Wahlvolk kommen, merkt dieses doch immer mehr, dass Volkes Stimme unerheblich ist – die tatsächlichen Machtverhältnisse werden in den Hinterzimmern der Parlamente ausgekungelt.

Die Überheblichen und die Feigen

Wir wissen nicht, welche Noten Herr Ramelow in Mathematik hatte, eine einfache Additionsaufgabe wäre sicher auch für ihn lösbar. Aber obwohl er und seine rot-rot-grünen Genossen nur 42 Sitze im Thüringer Landtag haben, vier weniger als für eine absolute Mehrheit notwendig, gab er in einem Anflug von Überheblichkeit bereits vor der Wahl des Ministerpräsidenten sein Kabinett bekannt. Es war für ihn wohl schier undenkbar, dass er nicht gewählt würde. Und nun kam alles anders. Dabei musste selbst der größte Politamateur ins Kalkül ziehen, dass sich CDU, FDP und AfD, ob gewollt oder nicht gewollt, verbünden würden, um eine erneute Regierung der Linken, die sich gerade in Erfurt auch als Sammelbecken von Alt-SED-Kadern (z.B. Herr Kalich) darstellt, zu verhindern. Nun wurden jedoch Herr Ramelow und Co. für ihre Arroganz abgestraft und ein gewisser Herr Kemmerich (FDP) zum MP gewählt. Dieser war sich offenbar der Konsequenzen seiner Wahl nicht bewusst, obwohl der darauf folgende Shitstorm durchaus absehbar war. Es gehört ja hierzulande mittlerweile zum politischen Alltag, dass unliebsame Wahlergebnisse das Heer aus postkommunistischen Projektemachern, verblendeten Gutmenschen und gewaltbereiter Antifa auf die Straße treibt.

Und so macht Herr Kemmerich jetzt das, was seine Splitterpartei FDP bereits vor Jahrzehnten, wenn auch in anderer Form vollführte. Er wechselt feige die Seiten. Damals 1982 befand es seine Partei für richtig, den Koalitionspartner SPD zu verraten, um mit der CDU/CSU zu koalieren und Helmut Kohl ins Kanzleramt zu hieven. Abrupte Richtungswechsel haben also Tradition bei den sogenannten „Liberalen“. So auch heute. Kemmerich nimmt die Wahl an und will dann 24 Stunden später wieder zurücktreten. Oder Neuwahlen. Oder beides. Kemmerich? Jämmerlich!

Interessant auch die Verhaltensweisen der Alt-Kommunisten. Kaum war die Wahl Kemmerichs vollzogen, stahl sich Herr Ramelow aus dem Plenarsaal, wie ein Kind, dem man gerade sein Lieblingsspielzeug weggenommen hatte. Und dann noch der „Blumenwurf“ von Genossin Dipl.päd. Hennig-Welssow, die sichtbar selbst elementarste Umgangsformen nicht beherrscht. Aber ihre krude Phantasie von einer Renaissance des Kommunismus/Stalinismus, und sei es nur im winzigen Thüringen, gemischt mit schon perfider Ignoranz demokratischer Normen, lässt für sie keine andere Handlungsweise zu.

Die Provinzposse vom 5.2.20 verdeutlicht einmal mehr die Verkommenheit des politischen Systems. Eines Systems, wo Minderheiten über Mehrheiten bestimmen wollen, wo Volkes Wille ignoriert wird und man sich nicht mit Sachfragen beschäftigt sondern sondern lieber Dogmatismus und Fundamentalismus freie Bahn lässt. Macht ist vielen Damen und Herren von links bis rechts in Erfurt offensichtlich immer noch viel wichtiger als Lehrermangel, marode Schulen oder die Kinderarmut im Freistaat.

Rückblick Gera 2019

Das Ende eines Jahres ist immer dazu angetan, ein Resümee zu ziehen. Dies ändert zumeist nichts, tut aber irgendwie gut – schließlich muss man ja wohin mit seinen Gedanken. In meiner Heimatstadt ist 2019 viel passiert. Es wurde zum Beispiel ein neuer Stadtrat gewählt. Zwar änderten sich die Mehrheitsverhältnisse – nicht geändert hat sich die Arbeitsweise. Statt sich um die drängendsten Probleme zu kümmern, verliert man sich traditionell in ideologischen Grabenkämpfen. So haben es einige der Ratsherren und -damen zu einer gewissen Meisterschaft im Verhindern gebracht. Es ist kein Wunder, dass in der Stadt nichts fertig wird. Sinnbild der Planlosigkeit ist der Haushaltsplan der Stadt. Ein paar Cent für die Schulen, ein paar Euro für die Infrastruktur – man braucht keine prophetischen Gaben, um jetzt schon zu sehen, dass dieses Gieskannenprinzip keinen Erfolg zeitigen wird. Derweil wird lustig das Tafelsilber, sprich die städtischen Immobilien, verscheuert. Was ficht es die Verantwortlichen an, dass unsere Enkel nichts mehr haben, was sie im Notfall beleihen können. Die Liste unbewältigter Probleme ist schier endlos. Die Stadtwerke sind seit einem halben Dutzend Jahren immer noch unter Insolvenzverwaltung, die Stadiontribüne unverändert kaputt und über den Zustand der meisten Verkehrswege lohnt es sich gar nicht mehr zu sprechen. Der „Campus Rutheneum“ erweckt zwar noch den Eindruck reger Bautätigkeit, jedoch gehen Insider davon aus, dass er keineswegs vor 2024 fertig wird. Ich denke, dass selbst dieser Termin zu optimistisch ist. Schließlich sind die Probleme der weiteren Finanzierung schon seit Jahren bekannt, ohne dass auch nur die geringsten Anstrengungen unternommen wurden, um die nötigen Mittel zu besorgen. In diesem Jahr haben weder der alte noch der neue Stadtrat überhaupt nichts zur Problemlösung beigetragen. Die Geraer freuen sich jetzt schon, mitten im Zentrum der Stadt in spätestens einem Jahr eine Baubrache zu haben, die die Stadt über Jahre viel Geld kosten wird. Aber sehen wir es positiv. Endlich kann Gera mit den Metropolen mithalten. Stuttgarts Bahnhof und Berlins Flughafen werden ja auch nicht fertig.

Wir wissen nicht, was damals in der Häselburg geraucht wurde, als man den Gedanken entwickelte, Gera könne doch Kulturhauptstadt 2025 werden. Während sich die Vernunftbegabten fragten, ob hier sichere Anzeichen für einen fortgeschrittenen Realitätsverlust vorlagen, nahm die damalige OB das Hirngespinst sofort auf und hinterließ ihrem Nachfolger auch hier ein schweres Erbe. Und so kam es, wie es kommen musste. Zwei „Kulturhauptstadtmanager“ wurden angestellt, die ein paar Monate dahinwurschtelten, ohne konkrete Vorstellungen. Während ein großer Teil der Geraer Bevölkerung mit der unverändert höchsten Arbeitslosigkeit im Freistaat und grassierender Verarmung zu kämpfen hat, wurden im „Kulturhauptstadtbüro“, einer etwas siffigen Bude in der Rudolf-Diener-Straße, große Pläne geschmiedet, die sich bei näherer Nachfrage als verschwommene und irreale Vorstellung von Leuten entpuppten, die keine Ahnung von Gera hatten, keinen Enthusiasmus an den Tag legten und lieber mit ihrem Hund Gassi gingen, als sich ernsthaft mit der Kulturlandschaft in der Stadt zu befassen. Allein der Internetaufrtitt „Gera2025“ nahm sich gegenüber denen der Mitbewerberstädte hausbacken und geradezu peinlich aus. Die logische Konsequenz war das Scheitern in der „Vorrunde“ des Bewerbungsverfahrens. Diese Tatsache ist auch nicht mit dem geringen Budget zu entschuldigen, dass Stadt und Land eher halbherzig zur Verfügung gestellt hatten. Wenn man verabsäumt, die Bürger der Stadt für so ein anspruchsvolles Projekt wie „Europäische Kulturhauptstadt“ zu sensibilisieren und fast schon arrogant die durchaus vorhandene kulturelle Vielfalt in der Region ignoriert, braucht man sich über über das Ergebnis nicht zu wundern. Aber auch hier sollten wir das Positive sehen: Gera war in den Schlagzeilen und sorgte dafür, dass wieder mal herzhaft gelacht werden konnte. Zudem hätte es im Erfolgsfalle wieder mal neuer Ortseingangsschilder bedurft. Die kann sich die klamme Stadt nun sparen und weiterhin als „Hochschulstadt“ ohne Studenten firmieren.

Was ist eigentlich aus dem sinnfreien Straßenbahnprojekt nach Langenberg geworden? Teure Planungen und Vorbereitungen haben bereits stattgefunden. Ich denke, dieses wurde genauso beerdigt wie der ambitionierte Bau einer Radrennbahn oder das leidige Thema Freibad.

Doch es gibt auch Gutes zu vermelden, meint man. „Smart City“ is coming soon. Zwar weiß niemand so richtig, was „Smart City“ eigentlich bedeutet und ob dieser Titel den Rentner in Bieblach oder den Arbeitslosen in Lusan begeistert. Irgendwas mit Digitalisierung soll es sein. Bei dem Gedanken kann ich nur milde lächeln. Ich habe nicht mal stabilen DAB-Empfang in meiner Wohnung und man will mir aber erzählen, dass nun bald alles digital und „smart“ daherkommt. Hoffentlich gibt es keinen Stromausfall. Auch das groß angekündigte Experiment eines autonom fahrenden Busses soll erwähnt werden. Dieser, wohl auch als Remineszenz an den grassierenden Klimawahn gedacht, sollte sehr robust und technisch ausgereift sein, bedenkt man die gefährlich hohe Schlaglochdichte in der Stadt.

Was erwartet uns nun 2020? Sehnsüchtig und hilfeheischend werden unsere Stadträte wieder auf die Fördertöpfe in Erfurt schielen, um die unvermeidlichen Löcher im Stadthaushalt zu stopfen. Dort, in der Landeshauptstadt, wird eine Minderheitsregierung unter Herrn Ramelow auf die Gnade der anderen Parteien angewiesen sein. Ob dies für die Kommunen förderlich ist, darf getrost angezweifelt werden. Zudem sehen wir uns einer, wie ich meine gefährlichen Ämterhäufung ausgesetzt. Es ist mittlerweile Usus, gleichzeitig im Stadt-, Landes- oder gar Bundesparlament zu sitzen. Allein eines dieser Mandate benötigt angesichts der anstehenden Probleme schon fast übermenschliche Kräfte. Aber wir wissen ja, dass der Homo politicolensis vulgo Abgeordnete eine ganz besondere Spezies ist, die nicht nur universelle Fähigkeiten besitzt, sondern auch eine gehörige Portion Eitelkeit und Machtgier. Die Ehrlichen und Bemühten verdünnen sich in den Parlamenten im Heer der Schwätzer und Insuffizienten. Parteiengezänk und Ideologiestreit tun ihr Übriges.

In Gera wird sich nicht viel ändern. Die Straßen verfallen weiter, die Kriminalität steigt und so manches Kind wird weiterhin ohne Pausenbrot seine verfallende Schule besuchen. Lehrermangel und Ausfallstunden werden durch „Fridays for future“-Demos kompensiert und im Hofwiesenpark wütet auch im nächsten Jahr die Gemeinschaft der Vandalen. Selbstverständlich wird man versuchen, diese Unannehmlichkeiten mit rauschenden Festen und einer gehörigen Portion Alkohol zu übertünchen, ganz in der Tradition der letzten Jahrzehnte. Und sicher werden wieder neue „Sauen“ durch die Straßen getrieben, neue „Projekte“ phantasiert. „Klimaneutrale Stadt“ oder „Stadt des Stillstands“ wären nur zwei Optionen. Die Innenstadt wird weiter verkommen, während immer wieder der unrealistische Gedanke einer „Neuen Mitte“ den Volkszorn beruhigen soll. Der Bauzaun am Geländer vor der Untermhäuser Brücke feiert sein zehnjähriges Jubiläum – ein guter Anlass für eine ausschweifende Party. Vielleicht wird das KuK endgültig dicht gemacht und im Theater eine Sparte geschlossen. Ansonsten findet auch im neuen Jahr bei jeder vernünftigen Idee der berühmte Geraer Satz Anwendung: „Das geht nicht!“. Das Gezänk im Stadtrat, schon jetzt legendär, wird völlig neue Dimensionen erreichen und die wenigen willigen und vernünftigen Bürger werden weiter resignieren. Gern würde ich fröhlichere Farben für die Zukunft malen, leider besteht dafür kein Anlass.

Dennoch, allen Mutigen, Unverzagten, Kritischen und Anpackenden in dieser Stadt wünsche ich gesegnete Feiertage, Kraft und Durchhaltevermögen im neuen Jahr und ein Höchstmaß an Gesundheit.

Das Ende der SPD

Es bedarf keiner prophetischen Gaben, der ehemaligen Volkspartei SPD nach ihrem letzten Parteitag den Abgesang von der politischen Bühne dieses Landes vorauszusagen. Daran ändert auch nicht, dass die Staatsmedien den Sozen immer noch so viel Aufmerksamkeit zollen, als seien diese in der Gunst des Wahlvolkes ganz weit vorn wie weiland unter Willy Brandt. Dabei zeigen die aktuellen Umfragen weiter nach unten. Gerade 11 Prozent Zustimmung findet die Partei trotz neuer Doppelspitze noch unter den Deutschen. Apropos Doppelspitze: Nach Herrn Schulz, dem Möchtegern-Kanzler und Frau Nahles, der talentfreien Vorsängerin, wurden nun erstmals zwei Genossen gleichberechtigt auf den Schild gehoben. Während Norbert Walter-Borjans mit dem Charisma eines Märchenonkels daherkommt, verkörpert seine Co-Vorsitzende Sakia Esken schmallippig eher die böse Hexe. Vor ihrer Wahl tönten sie noch vollmundig vom Aus der Großen Koalition in Berlin, nach dem Parteitag ist davon nichts mehr zu hören. Dabei war es doch schon von Vornherein klar, dass den Genossen Machterhalt weit mehr bedeutet als sozialdemokratische Prinzipien. Regieren um jeden Preis ist die Devise. Zu attraktiv sind die Posten in den Regierungen von Bund und Ländern. Bedeuten sie doch selbst für völlig unbegabte Politiker nicht nur ein treffliches Auskommen, sondern zusätzliche Nebeneinkünfte in Aufsichts- und Verwaltungsräten. Denn auch die Raffgier gehört seit 100 Jahren zur SPD-Tradition. Eine der ersten Entscheidungen, die SPD-Reichspräsident Ebert 1919 traf, war die Bestimmung der Höhe seines jährlichen Salärs (ca. 200.000 Reichsmark – heute etwa 800.000Euro).

Und so wird sie weiter dahingehen, die alte Herrlichkeit der Partei. In ein paar Jahren wird sie höchstens noch regional in der Regierung vertreten sein, vielleicht in NRW oder Bremen. Dass der Osten Deutschlands für die SPD keine Bedeutung mehr hat, wurde ja bereits während der Wahlen zum Parteivorstand überdeutlich. So gehört der engsten Führungsriege mit Klara Geywitz gerade mal eine Ostdeutsche an. Klarer kann man Desinteresse nicht zeigen.

Wer seit Jahren derartig viele Chancen für eine Reform und Neuausrichtung der Partei wie die SPD vertut, gehört zurecht vom Wähler abgestraft. Man darf dann gespannt sein, ob ARD und ZDF noch stundenlange Reportagen über SPD-Parteitage senden, wenn die Partei die Fünf-Prozent-Grenze unterschritten hat.